Swantje Roersch | Blog
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Es war einmal mein erstes Pop-Up Buch

Es ist soweit: Mein Buch ist fertig! Ein neues Uni-Projekt, bei dem ich besonders viel Herzblut investiert habe, ist endlich fertig.

Als Thema hatte ich mir Märchen gesetzt – die Umsetzung lief dann allerdings in eine völlig neue Richtung. Neben der Besonderheit, dass es sich dabei um ein Gedicht handelt, habe ich die Illustrationen als Pop-Up Seiten angelegt. Wer nicht weiß, was das ist, wird es gleich sehen.
Es handelt sich bei den Illustrationen übrigens um Federzeichnungen, die ich im Anschluss digitalisiert habe, um sie zu kolorieren. Es steckt eine Schweine-Arbeit dahinter: Ausdenken, zeichnen, kolorieren, Dummies anfertigen, Mechanismen testen, und, und, und. Aber es hat auch unsagbar viel Spaß gemacht!

Da Fotos euch nicht annähernd die Effekte und die Wirkung vor Augen führen würden, habe ich euch ein kleines Video gedreht. Ich wünsche euch viel Spaß!

Das vollständige Projekt findet ihr auf der entsprechenden Projektseite.

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Jack is back!

Ja, ihr Lieben, ich kündigte ja bereits seine Rückkehr an (siehe mein erster Artikel über Jack). Ihr könnt jetzt meinen Schaffensprozess und somit die Schöpfung von Jack nachvollziehen und seine erste lebendige Pose bewundern, in der ihm von mir Leben eingehaucht wurde.

Sie ist für mich die klare Übersetzung davon, dass die Wasser tragenden Besen aus Goethes Meisterwerk Schnee von gestern sind. Heute gibt es statt Besen Staubsauger und es heißt: Mensch vs. Technik.

Man darf gespannt sein, wie der kleine Mann sich gegen das monströse Ungeheuer aus Stahl schlägt, und hoffen, dass aus dem kleinen Jack doch irgendwann noch ein ganz großer wird.

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All in One oder warum ein Kleidungsstück für’s Leben reicht

Natürlich reicht ein Kleidungsstück den wenigsten – mir auch nicht. Und doch gibt es eines, mit dem viele Menschen theoretisch auskämen. Ein Kleidungsstück, das einen in jeder Lebenslage 24/7 begleitet, ein Kleidungsstück, das bei uns ist, wenn wir es brauchen, uns wärmt wenn wir frieren, uns „komfortiert“ wenn wir entspannen wollen und befreit, sollten wir der Blusen und harten Jeans und kneifenden Teile mal überdrüssig werden. Ja, das klingt nach einem „Jogger“. Aber es ist nicht nur EINER – ich rede von DEM Jogger, der einen Platz in jedem Kleiderschrank verdient hat: der OnePiece.

Manche von euch kennen ihn vielleicht. Für alle anderen: Es dreht sich um einen Jump Suit aus angenehmen warmen manchmal kuschelig besetzten Baumwollstoff. Und das bedeutet längst nicht, dass es ein Wintergoodie ist. Er bleibt ein Four-Season-Must-Have, das auch am lauen Sommerabend oder in frischer Frühlingsluft zum Einsatz kommt. Man will ihn quasi als zweite Haut einrichten.

Einen Haken hat das Ganze allerdings noch: Mit stattlichen Preisen ab ca. 100/150€ sind die Prachtstücke kein Fall für’s kleine Portemonnaie – zumindest nicht zum Ausprobieren.

Aber lasst euch von mir sagen: Wenn ihr euch mal wieder etwas gönnen oder schenken lassen oder auf etwas sparen wollt: Er ist es Wert! Meine zweite und gut gehütete Haut ist er jeden Fall nun seit weit über einem Jahr. Ich gebe ein sattes Grün für den OnePiece und empfehle euch hiermit wärmstens, auch mal das Stückchen zu Hause für unterwegs auszuprobieren!

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Die einzig wahre…

   

…Kinderschokolade. 

In der bekannten vierten Kinderschokoladen-Werbung kommt es zum klassischen Happy-End nach einer Liebesgeschichte, die vom Kleinkindalter bis hin zum jungen erwachsenen Alter mit zögerlichen Höhen und Tiefen dargestellt wird.

Die Sandkastenfreundschaft kennen wohl so einige von euch. Spätestens im Kindergarten oder der Schule funkt es das erste Mal – und dann wird die Heirat mit dem Schwarm geplant. Aber wie lange halten solche Geschichten? Bis zum nächsten Lebensabschnitt, dem Umzug oder dem Schulwechsel – in der Regel. Wie schön, dass Ausnahmen ab und zu die Regel bestätigen, wenn es dann nach 1000 und einer Nacht doch »Sum« macht oder man sich nach zehn Jahren über den Weg läuft.

Die Romantik von Milch und Schokolade bleibt wahrscheinlich ein Traum vieler – in zweifacher Hinsicht – denn sie bilden nicht nur eine schöne Traumwelt und eine leckere Einheit, sondern setzten sich auch gerne mal als hartnäckiges Hüftgold bei dem ein oder andern dazu.

Alles in allem ist es doch eine gelungene serienfähige und wirklich mit Herz bedachte Werbung – wie ich finde.

 

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Yoko und Klaas – Das Mysterium vom systematischen Blödsinn

Ohne damit hinter dem Berg halten zu wollen: die beiden Entertainer sind genial. Wahrscheinlich wirken viele der Dinge, die die beiden »verzapfen«, für’s Erste stumpf, hirnlos, teils sehr ekelerregend und ziemlich dreist. Aber abgesehen davon, dass genau das viele Leute sehen wollen, ist es verblüffend wie förderlich ihr für den Erfolg ist und welche Grenzen sie in unserer Gesellschaft überschreiten.

Eine besonders gut konstruierte Aktionsreihe war zum Beispiel »stehen damit es weiter geht«. Bei dieser Initiative stellten sie sich an möglichst bewegte Orte (Straßenbahnschienen, das Ende einer Rolltreppe, Zebrastreifen, etc.), um die Welt zu »entschleunigen«. Ihrem Aufruf folgten etliche.

Auch wenn ein mancher sicherlich der Meinung ist, ihre Späße werden nicht tolerierbarer, wenn man ihnen Namen gibt – aber ich bin allein schon deshalb von ihnen und Olli Schulze begeistert, weil sie unsere Gesellschaft auf den Kopf stellen, mal ein bisschen Wind in die Berlinale bringen oder Menschen auf der Straße und vor dem Fernseher ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

Natürlich bleibt Humor eine sehr subjektive Angelegenheit und so kann ich euch von den beiden wohl auch nur überzeugen, wenn ich damit euren Nerv treffe. Aber sie sind es ja für jeden wohl mindestens Wert, sich das ein oder andere Video bei Youtube anzuschauen. Einfacher wäre es natürlich, einfach Montagabend den Fernseher anzuschalten und um 22.15 Uhr Pro7 zu schauen. Dort stellen sie ab dieser Woche ihr Talent in der neuen Show Circus Halligalli zur Schau. Ob sie hier ihrem umwerfenden Charme beständig treu bleiben sehen wir wohl in einigen Wochen – aber ich bin guter Hoffnung.

Und wenn ihr sie nicht mögt, spielt ihr eben das Spiel »Aushalten«, heute: Wer schafft es, die beiden länger über sich ergehen zu lassen – das wäre wohl ganz in ihrem Sinne.

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Gedoodelter Grips

Was ist »Doodeln«? Das fragt sich nun jeder Unwissende.

Doodeln tun wir eigentlich alle. Beim telefonieren, wenn wir in der Warteschleife hängen oder wenn uns langweilig auf der Arbeit ist. Wir kritzeln ein bisschen auf dem Papier herum und lassen Dinge entstehen,  von denen wir sonst nicht einmal geträumt hätten.

Aus eben jedem Gedoodel habe ich auf diversen Zugfahrten eine Welt visualisiert, die wahrscheinlich jeder Kreative in sich trägt. Das Projekt war Faszination und Inspiration zugleich und nur empfehlenswert!

 

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Wohnimpressionen alias Do-It-Yourself: Es werde Licht…

Sitzt ihr im Dunkel einer alten und/oder ungeliebten Lampe? Dann kommt jetzt die Erleuchtung.

In Zeitschriften und in der großen weiten Einkaufswelt gibt es so einiges zu entdecken und super Tipps, um die heimischen Scheinwerfer ein wenig zu »pimpen«.

Ich möchte euch einige dieser netten Exemplare vorstellen:

Lampe, Swantje Roersch

Ich beginne mit einem Modell, das noch relativ »normal« erscheint. Die Lampe ist mit vier Energiesparlampen bestückt und bietet ein wirklich flächendeckendes aber trotzdem gemütliches Licht.

 

 

 

 

Lampe, Swantje Roersch

Bei dem nächsten Design kommt schon mal eine ganz einfache Idee klar rüber. Die »Pusteblumen-Enden« aus Papier sind an einfachen Drahtstreben befestigt. Die 50 Euro, dieman dafür bei IKEA hinblättern muss, hätte ich dafür allerdings nicht ausgegeben. Wie gut, dass es die Lampe auch Second-Hand gibt.

 

 

 

Lampe, Swantje Roersch

Ein weiteres Exemplar des schwedischen Moebelherstellers habe ich nach Anleitung einer Zeitschrift »nachgebaut«. Dabei werden auf die günstige Lampionform Muffinförmchen geklebt. Ähnliche Vorschläge und Inspirationen findet ihr auch unter IKEA Hackers.

 

 

 

Lampe, Swantje Roersch

Einen besondereren Hingucker stellt die Kabelbinder-Lampe dar. Dabei durfte ich – wieder nach der Idee eines gescheiten Menschen – ca. 400 Kabelbinder an einem Hasendraht befestigen! Das war ein Spaß – der sich aber gelohnt hat.

 

 

 

 

Die letzte Lampe, bei der ich privat werden moechte war wortwörtlich eine Schnapsidee. Eine Schöpfung meiner kleinen grauen Zellen oder der Versuch Schnapsfläschchen und Lichterketten zu recyclen, endete schließlich so:

Lampe, Swantje RoerschLampe, Swantje Roersch

Die weiteren Lampen habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber ich gehe davon aus, dass auch diese eine erleuchtende Wirkung haben, hängen sie erst einmal in eurem Domizil. Achtet bei der Wahl der Materialien aber auf wärmeresistentes Material. Mehr von den DIY-Lampen findet ihr unter anderem auf supertopic.de.

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Buchprojekt Kalligrafie

Für all‘ die, die noch keinen blassen Schimmer von Kalligrafie haben: Es ist so in etwa die »Kunst des Schreibens«. Meiner Kunstschule Wandsbek sei Dank, durfte ich diese Kunst auch in den Ansätzen lernen.

Folgendes gab ich als mein literarisches Verständnis dieser neuen künstlerischen Errungenschaft von mir:

Wenn eines Menschen Seele spricht,

So kann man ruhig lauschen – man hört sie nicht.

Sie kann es wohl ohne Mühe lenken,

Dass wir ihre Sprache denken.

So kann es wohl auch sein, dass wir es wagen,

Und das Gedachte frei raus sagen.

Doch immer noch kann man in der Zukunft nicht erschließen,

Was wir so frei verlauten ließen.

Es fand der Mensch zum Glück den Stift,

Und schrieb mit ihm ganz frei die Schrift.

Doch die Seele wollte mehr,

Waren bloße Worte doch kalt und leer.

Und ganz heimlich – sie verriet es nie,

Schuf die Seele so die Kalligrafie.

Nun lassen wir aber vielleicht doch lieber die Bilder sprechen. Unten findet ihr die 26 Seiten meines Kalligrafie-Buches in chronologischer Reihenfolge. Meine Textgrundlage ist ein eigens verfasster Text mit Gedanken zum Altern, Lachen und zu Kindern. Ihr findet die Seiten sonst auch immer unter der neuen Rubrik „Projekte und Serien“.

Und bitte kein Verdruss über Rechtschreibung oder Unlesbarkeit – das darf in diesem Buch sein, es geht um die Ästhetik.

 

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Valentinstag: Rotsehen oder der Blick durch die rosarote Brille?

Blumen, Pralinen oder gleich ein Wochenend-Tripp ins Ausland? Jedem, der nicht weiß worum es geht, müsste das ganze jetzt spanisch vorkommen.

Der Valentinstag ist nicht nur ein Anlass für viele, ihren Liebsten eine Freude zu machen. Nein, in den Augen unromantischer Realisten ist er der Tag der Blumenhändler und die Hochstimmung des Kommerzes. Die Geschäfte werben und locken mit Angeboten, die den Nerv eines jeden verzweifelten Verliebten treffen.
Der Realist hat irgendwo Recht, das muss man ihn einräumen.

Nun gibt der Tag den Menschen doch aber auch Anlass zusammenzurücken. Ein Streit wird vielleicht bei Seite gelegt, eine stressige Situation gemildert und ein schüchterner Verehrer findet vielleicht doch noch den Mut, seiner Geliebten seine Zuneigung zu gestehen.
Aber wenn wir mal ehrlich sind, liebe Männer und Frauen dort draußen: Braucht ihr für Liebe einen Anlass?
Ich glaube kaum. Außerdem ist die Freude über eine Blume oder eine liebe Geste im Alltag doch eine viel größere Freude und/oder Überraschung.

Jeder Tag sollte Valentinstag sein! Und wenn ihr Mr. oder Mrs. Big noch nicht gefunden habt, macht ihr euch halt selbst eine Freude.

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YOLO

Quizfrage: Was ist YOLO?

a) ein County im Norden Kaliforniens

b) ein astronomisches Fernrohr

c) eine militärische Kampagne im Norden Afghanistans

d) ein Ausdruck der Jugendsprache

 

Im Grunde genommen sind alle vier Antworten richtig. Ich will allerdings nur auf eine hinaus: Yolo wurde Jugendwort 2012 und ist die Abkürzung für »You Only Live Once«, also »Du lebst nur einmal«. Dass man dieses Motto leben sollte, bewies schon ein römischer Dichter 23. v. Chr. mit dem Ausspruch »Carpe diem« – »Lebe den Tag«.

Es ist wohl also das alteinhergehende Verlangen, sich von Normen und gesellschaftlichen Regeln und Gesetzten losmachen zu können und das Leben nach einer ganz eigenen Idee zu leben, das diese Lebenseinstellung – ich denke es ist fast zu einer geworden – ins Leben befördert hat. Der Alltag holt den Menschen ein und er sehnt sich danach, einen Schritt in die andere Richtung zu gehen.

Nun ich denke, da dieses Prinzip einen Großteil der Menschheitsgeschichte überlebt hat, ist daran in keinster Weise etwas Verwerfliches zu finden. Und da der Alltag und die uns einschränkenden Verantwortungen und Pflichten, die wir im Leben tragen müssen, auch mal gebrochen werden müssen, mag YOLO vielleicht doch einen erfrischenden Wind in das Leben des ein oder anderen bringen.

Also seid doch auch mal Yoloist und nehmt nicht alles so eng, wie die Welt es erscheinen lässt! Es lebe YOLO!

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