Swantje Roersch | Blog
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Strandgewand oder die Bildergeschichte von Frau Wolle

Erst vor Kurzem berichtete ich euch in einem miniziösen Making-Of von einem Shooting am Strand. Nun gibt es hier für euch die ersten überarbeiteten Ergebnisse zu sehen!

Es war mir wichtig, mein Model und das Thema Wolle im richtigen Licht in Szene zu setzen und für ein ganz bestimmtes Feeling zu sorgen. Das Weiche und Flauschige der Wolle sollte transportiert werden und gleichzeitig in die naturelle Umgebung integriert werden.
Da der Shot für das Cover eines fiktiven Wollmagazins dienen sollte, versuchte ich mich an hochformatigen Bildern, obwohl ich intuitiv eine Liebhaberin von Querformaten bin (wie ihr oben seht).

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Sand in den Haaren und Salz auf der Haut

Es ist mal wieder so weit: Klick, klick, klick…
Diesmal war mein Fotografieprojekt, ein Cover für eine Wollzeitung zu fotografieren. Hier seht ihr zum ersten Mal Bilder, die die Arbeit hinter den Fotos zeigen. Dank meines Models, Merle Adam, und meiner Familie als Assistenz, wurde aus dem Shooting am Meer eine erfolgreiche Geschichte und jede Menge Spaß. Mittlerweile sind die Bilder bei mir in der Postproduktion angekommen und warten darauf für euch schick gemacht zu werden.
Ich halte euch auf dem Laufenden. Demnächst gibt es hier jede Menge neuer Fotos und einige Cover zu sehen! Freut euch drauf!

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Rettet den Regenwald, der Kunde kommt!

Wustes ihr, dass der Regenwald vielleicht abgeholzt wird, weil ihr ein Stück Fleisch esst? Oder weil ihr mit bestimmten Putzmitteln putzt oder vielleicht einfach nur ein paar Süßigkeiten „einwerft“?

Kleiner In-Put, um das nachzuvollziehen:
Wenn euer Stück Fleisch von Vieh stammt, das mit Futter aus der Sojamittelproduktion gemästet wurde, werden diese Sojapflanzen auf Flächen angebaut, für die große Teile des Regenwaldes abgeholzt wurden. Genau so verhält es sich auch mit den Anbauflächen die geschaffen werden, um Palmöl zu gewinnen, welches ungekennzeichnet in vielen Produkten aus unserem Alltag steckt.

Das sind lange Kausalketten! Wie erklärt man diese Sachverhalte jetzt auch noch Kindern im Alter von 8-15 Jahren – einer Zielgruppe, deren Auffassungsgabe und Verständnis ja immer noch sehr variiert?
Das ist unsere Aufgabe im Fach Social Marketing. Endlich gibt es eine Möglichkeit, soziale und ökologische Probleme mit Design zu verbinden! Der Auftrag war, eine Plakatkampagne für die Kinder-Website Abenteuer Regenwald der Organisation Rettet den Regenwald e.v. zu erstellen und die Kinder über die Problematiken aufzuklären.

Zusammen mit Julia Ahrens habe ich mich diesen Themen gestellt und eine illustrative vierteilige Plakatserie erstellt. In zwei Tagen ist es nun so weit und der Kunde kommt zu uns an die Kunstschule Wandsbek! Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf ein reales Feedback! Ich werde euch berichten, was dabei herausgekommen ist!

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In analoger Liebe

Ist etwas, das man einscannt, automatisch digital?
Ich weiß nicht. Dieser Brief bleibt irgendwie etwas Analoges…

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TDOT, KW & KNUD

Ja, es ist doch schon ein wenig her…– der Tag der offenen Tür am 06. April an der Kunstschule Wandsbek.
Lange habe ich hier nicht mehr berichtet und es ist doch wie mit dem Kontakt zu einem Menschen: Je länger man sich bei ihm nicht meldet, desto schwieriger wird es irgendwann, wieder ein Gespräch aufzubauen. Und genau deshalb werde ich mich disziplinieren, hier mal wieder ein bisschen auf den Putz zu hauen, damit wir im Gespräch bleiben!

Also der Tag der offenen Tür war eigentlich ein TdoT wie jeder andere auch… außer, dass einige von uns ihre Zwischenprüfungsmappen ausstellen durften. Wie schön, endlich sehen andere völlig unbefangene Menschen mal deine Arbeiten! Die meisten Besucher waren wahrscheinlich zukünftige Mitstudenten mit ihren Eltern.
Aber egal welche Mappe durchgeblättert wurde – mich beschlich doch nach und nach ein Gefühl: Noch vor 1,5 Jahren blätterte ich selbst Mappen durch, ohne einen Schimmer, was ich da eigentlich wirklich betrachtete. Und nun sah ich den fachfremden Menschen zu, wie sie die Folien umblätterten. Mal huschte ein Lächeln über die Lippen dieser faszinierten Besucher, mal ein erstauntes Zucken über ihre Brauen. Und doch wurde mir bewusst, dass sie den Umfang und die Intensität des Weges zu den Ergebnissen gar nicht begreifen konnten. Mir war fast als wäre ich statt eines Besuchers in einem Zoo auf einmal das exotische Tier hinter der Scheibe, dessen Welt sich keinem anderen außer seiner selbst erschließen konnte. Und so war ich fast ein wenig traurig, dass sie unser kleines Universum nicht verstehen würden. Es ist halt eben schön. Oder so etwas in der Art.

Wie auch immer. Mir wurde jedenfalls bewusst, wie sehr sich mein Blick auf die Arbeiten, den Weg dahin und das ganze drum herum verändert hat, wie viel Wissen ich nahe meiner Synapsen verdichtet habe und wie sehr mein Auge sich verändert hat. Und ich bin gespannt wie viel anders ich wiederum auf alles blicken werde, wenn noch ein Jahr ins Land gegangen ist, oder zwei oder drei oder zehn. Wie viele Erfahrungen ich noch horten werde und wie mich das Ganze vielleicht in der Gesamtheit verändert.

Das 5. Semester ist jetzt in vollem Gange und wir haben so einige neue Fächer: neben Fotografie Teil II und einer neuen Einheit Werbung gibt es noch die Fächer Webdevelopment, Strategische Markenbildung und Social Marketing zu bestreiten. Ganz klar zu spüren ist, dass wir uns von der künstlerischen über die kreative jetzt sehr in die strategische Richtung bewegen. Aber auch in diesem Semester wird es mehr zu sehen geben, als ein paar Stücke Papier! Lasst euch überraschen…

(Fotos: Christian Friedrich)

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Back To The Future

Ein Shooting, das meine Einstellung zu mir selbst verändern sollte, war unser Berufsportraitshooting. Dass auf meinen Bildern kein Beruf abgebildet ist, hat seine Wurzeln dabei in den inhaltlichen Zusammenhängen.

Fotografieunterricht: Studioportrait zum Thema Berufe war an der Tagesordnung. Wir hatten 2,5 Stunden Zeit, um einen Beruf oder einen Charakter umfangreich darzustellen. Mein Konzept beruhte dabei allerdings auf einem anderen Ansatz: Was macht die Berufswelt mit uns? Fakt ist doch: Uns werden immer mehr die Fähigkeiten von Maschinen abverlangt, wir werden immer mehr von Maschinen dominiert und wir verlieren immer mehr den Bezug zu uns selbst. Ich wollte Kälte vermitteln, Anonymität.
Meine erste Idee dazu war, mein Model wie einen Roboter komplett silbern anzumalen. So rutschte ganz unbemerkt die zusätzliche Herausforderung des Bodypaintings in den Zeitplan. Mit Rauch und Seifenblasen wollte ich die Stimmung unterstreichen, Federwimpern sollten die Mimik unterstützen.

Die Technik legte so einige Steine in den Weg, aber Dank einer Spitze-Assistenz, einem Super-Model und einem kleinen Quäntchen Glück kam die ganze Aktion dann zu einem Ergebnis, von dem ich selbst nie zu träumen gewagt hätte.

Ihr findet diese Arbeit natürlich auch im vollen Format in meinen Arbeitsproben.

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»:B*est.#an_den!«

Jeder kennt das wohl wenn er mal so richtig sinnlos auf die Tasten schlägt (»aökljcökancöoe,äÜA+asüf«)!

Und aus lauter Freude könnte ich das auch immer zu tun, denn: Ich habe meine Zwischenprüfung bestanden und das mit Auszeichnung!

Es ist endlich vollbracht: Die Zwischenprüfung fand am letzten Freitag sehr erfolgreich für mich statt. Ich präsentierte den drei Prüfungs-Dozenten und einem Hospitanten meine 15 besten Arbeiten des bisherigen Grundstudiums. Nachdem ich die Zeit eingehalten und die Mappe hübsch, ordentlich und sauber erstellt hatte und mir während der Präsentation nur wenige Dinge heruntergefallen sind, konnte ich im Anschluss ein sehr befriedigendes Feedback entgegennehmen. Einige Stunden später stand fest: Ich habe mit Auszeichnung bestanden!
Einige Mappen, darunter auch die Meinige, werden außerdem am Tag der offenen Tür (06.04.14) in der Kunstschule Wandsbek in Hamburg ausgestellt. Wer von euch also einmal einen Blick auf meine Mappe und die Räumlichkeiten, in denen ich täglich verweile, erhaschen will, ist herzlich dazu eingeladen zwischen 12.00 und 17.00 mal vorbei zu schneien.

In den nächsten Tagen werde ich einige Arbeiten, die die Mappe enthält, die ich euch hier aber noch nicht vorgestellt habe, zum Besten geben. Und da wir immer noch so tolles Wetter haben: Einen immer noch Glücks trunkenen Gruß an alle Sonnenanbeter! Saugt die Strahlen auf!

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Zwischenstress.

Zwischenstress hat nicht jeder in der Form, aber sicherlich unter einer anderen Bezeichnung. Der Neologismus bezeichnet für mich die zusätzliche Belastung, die ich als Studierende trage, während ich mich meiner Zwischenprüfung nähere.
Zwischenstress fordert einem ein paar mehr psychische und organisatorische Leistungen ab, als man sonst hätte.
Jeder hat in irgendeiner Weise Zwischenstress. Ein großes Projekt, Probleme in der Familie oder mit dem Partner, eine besondere Herausforderung körperlicher Art oder einfach alles auf einmal. Das Wichtigste, was man dazu wissen muss ist: Jeder Zwischenstress ist mal vorbei. Und wenn er nicht an einem Ereignis oder einer Frist hängt, ist es eines jeden Pflicht, der Ursache der kurzweiligen Powerphase ein Ende zu bereiten, denn ansonsten wird er sich langfristig auswirken und dich krank machen.

Da die großen Projekte dieses Semesters in der nächsten Woche größten Teils ihren Abschluss finden und die Woche darauf meine Zwischenprüfung stattfindet, lässt der Stress ab dem 7. März für mich hoffentlich merklich nach.  Die Prüfung, die ich absolviere, besteht darin, in 15 Minuten 15 meiner bisher entstandenen Arbeiten vor einem dreiköpfigen Prüfungskolloquium zu präsentieren, zu begründen und meinen jeweiligen Lernprozess darzulegen bzw. Rückschlüsse aus ihnen zu ziehen. Bewertet werden dabei nicht die Arbeiten – denn diese wurden ja im Laufe der Semester bewertet – sondern wie ich sie und mich verkaufe.
Ich glaube ich kann für alle Prüflinge sprechen, wenn ich sage, dass man sich verrückt macht, obwohl wir alle wissen, dass es am Ende nur halb so wild ist. Und wenn man zurückblickt, ging einfach alles wieder so schnell. Also: Drückt mir am 7. März alle ganz fleißig die Daumen, dann steht dem Abschluss des Grundstudiums an der Kunstschule Wandsbek nichts mehr im Wege und es können noch 3 arbeitsreiche Semester folgen!

Und hier gibt’s die nächsten Tage und Woche natürlich auch wieder jede Menge tolle neue Projekte zu sehen – dran bleiben!

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Blond und blöd!

Mädchen rosa, Jungs hellblau – das würde wohl jeder so unterschreiben. Oder? Die Differenzierung in der Branche der Spielzeughersteller tritt voll in die Pfütze des dicken unbestreitbaren Klischees. 

So manch einer mag die Empörung nicht verstehen, doch ich will es mal versuchen. Letzte Woche erwischte mich ein neuer TV-Spot eiskalt. Der erste Schock kam mit dem Ü-Ei für Mädchen! Abgesehen davon, dass es wieder knall-pink ist, ist außerdem Fakt, dass es zwar ein Mädchen Ü-Ei gibt, allerdings kein Jungs Ü-Ei. Die »normale« Kinderüberraschung bekommt also der Junge, das Mädchen soll jetzt doch lieber mit etwas anderem spielen? Das ist aber nicht alles. Als Sonderaktion befinden sich Barbies mit Stoffkleidung und realistischen Haaren darin UND sie verkörpern »Barbies Traumberufe«, welche da wären: Künstlerin, Rockstar, Köchin, Ärztin, Schwimmerin, Tänzerin, Schauspielerin und Tennisspielerin! Neben Talent abhängigen Berufen wie Artisten und Sportlern bleiben wohl nur noch eine ernüchternde Köchin und eine Ärztin.  Und jetzt wundert sich das arme Deutschland und versucht eine Frauenquote herbei zu reißen.

Ich meine reden wir doch mal über die Mädels. Ja, es sind Kinder. Die Kritik mag einem hart vorkommen, denn Mädchen mögen ja nun mal (Ausnahmen bestätigen die Regel) rosa und Prinzessinnen und Barbie. Aber woher kommt denn diese Neigung? Ich denke, vom Spielzeug selbst. Wenn die Erziehung oder das Umfeld allein durch das Spielzeug keine anderen Neigungen zulassen oder das Mädchen einfach von vornherein in eine Schublade stecken, wird es sich mit all den anderen zauberhaften Wundern dieser Welt nie auseinandersetzen. Es ist meiner Meinung nach eine Form der Diskriminierung – und das nicht nur für die Mädchen. Denn auch Jungs können sich nicht mehr frei entfalten. Würden sie auf einmal ein Mädchenspielzeug in die Hand nehmen, wäre das ja irgendwie nicht »normal«.

Hier geht’s zum Werbe-Spot aus dem Fernsehen.

Alles in allem finde ich es wirklich traurig, dass die Kinder schon so früh in eine Ecke getrieben werden. Warum denn nicht eine Wissenschaftlerin oder eine Technikerin oder wenigstens eine »Geschäftsfrau«. Meeresbiologin, Pilotin, Anwältin – das wären Traumberufe von Barbie, die mich an der Bushaltestelle beim Beobachten eines kleinen Mädchens, die ein Überraschungs-Ei öffnet, freuen würden.

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Kaum ist das Geld zurück, ist es schon wieder ausgegeben.

Jeder kennt es: Das Gehalt, das Taschengeld oder das Ersparte vom Geburtstag ist auf dem Konto und jetzt muss man es gleich in den Umlauf bringen – wenn es nicht schon längst für etwas ausgegeben wurde. Doch hier geht es irgendwie um etwas anderes…

Ihr seid irgendwann in einem Alter, in dem ihr ein Haus bauen wollt. Leider fehlt euch aber das Geld. Wie gut, dass ihr kreditwürdig seid, und ihr euch etwas von Bank leihen könnt! Vielen Menschen, besonders Frauen, wird ein solcher Kredit in vielen Ländern nicht gewährleistet. Aus diesem Grunde gibt es das System des Mikrokredits. Wenn euch das Thema interessiert, schaut gerne noch mal in meinen ersten Artikel zu diesem Thema.
Ich habe jetzt schon seit einiger Zeit meine beiden vergebenen Kredite von jeweils 25$ zurückerhalten und kann diese nun wieder für andere Menschen einsetzen. Ich setze die 50$ für zwei weitere Projekte ein. Einerseits helfe ich einer Frau aus Kambodscha bei dem Bau ihres Hauses, andererseits einer Gruppe Frauen aus dem Kongo (DRC) bei dem Wiederverkauf von Second-Hand Schuhen.

 

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