Swantje Roersch | Blog
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Der Teufelsgeiger unserer Generation

Dieser Mann ist nicht nur Teufelsgeiger sondern auch ein Teufelskerl – so würden es mir wohl viele seiner weiblichen Fans unterschreiben.

Die Rede ist von David Garrett, dem nun 33-jährigen deutschen Violinisten, der im Moment ganz stark im Kommen ist. Er ist ein Virtuose und mit seiner Musik verzaubert er die ganze Welt.

Ich durfte im Mai in Bad Segeberg am Kalkberg teilhaben an seinen Interpretationen von klassischen bis hin zu modernen Musikstücken wie zum Beispiel von Coldplay. David Garrett untermauerte seine Stücke mit kleinen Anekdoten aus aller Welt und ließ im wahrsten Sinne des Wortes »die Puppen tanzen«. Ich glaube, dass er Musik spielt, die auch den schlimmsten Klassik-Muffeln unter uns die Geigen-Musik näher bringt – gerade, weil er viel mit »Rock« arbeitet. Wer ihn nicht kennt, dem steht beim Anblick des leidenschaftlichen Musizierens dieses Mannes der Mund offen – zumindest von der Schnelligkeit seines Geigenbogens und der großen Spannbreite von zarten Anschlägen bis hin zu ausdrucksstarken Zügen, die einen in Emotionen entfliegen lassen.

Nicht nur, dass die Zahl seiner Fans von Tag zu Tag steigt, nein, der begnadete Musiker besteigt nun auch die Leinwand. Im Film »Der Teufelsgeiger« spielt er die Hauptrolle des Geigenvirtuosen Niccolò Paganini aus dem 19. Jahrhundert. Wir dürfen uns also auf den Oktober 2013 freuen, in dem das neue Werk des Regisseurs Bernard Rose anlaufen soll.

Weitere Infos rund um David Garrett, seine Musik und seinen Film findet ihr auf seiner Website.

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Klein aber Oho!

Traumhaft oder? Kleine Pflanzen mal ganz groß!

Was mich an diesem Arrangement von Kakteen und Sprösslingen so fasziniert, ist ihre Vielfalt. Sie sind so unterschiedlich – und doch haben sie alle etwas gemeinsam: sie stehen auf meiner Fensterbank.

Sie stehen zusammen wie eine Gruppe von Leuten, die sich vorher noch nie begegnet sind. Und sie harmonieren gut.

Das eigentliche Thema ist: Diese Pflanzen können ganz groß rauskommen. Wenn mann sie gut pflegt, genug gießt und zum Höchsten der Gefühle vielleicht auch noch umtopft, können sie wirkliche Riesen werden. Wachstum und Entwicklung – das sind die Dinge, die uns voran bringen. Jeder kennt eine Sensation, eine Erfolgsgeschichte oder etwas, von dem man wirklich beeindruckt ist.

Doch wenn man da mal genauer hinsieht, ist bei all diesen Dingen die gleiche Tatsache Fakt. Denn alles, was mal groß herauskommt, hat einmal klein angefangen. So ist es und so muss es auch sein.

Wie schnell man wächst oder wie schnell man sein Ziel erreicht, das kann bis zu einem gewissen Punkt jeder selbst entscheiden und jeder selbst steuern.
Also lasst uns Größe zeigen und über uns hinaus wachsen!

Hier nun wieder ein paar Fotos von meinen lieben. Ich muss sagen, ich bin noch nicht so die Top-Fotografin, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Umso mehr freue ich mich schon auf das Fach Fotografie an meiner Kunstschule Wandsbek!

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Die Collage oder warum Bilderrahmen wahre Rudeltiere sind

Was funkelt denn da im Hintergrund? Richtig ein ganzes Ensemble von Bildern, ein Orchester, in dem jedes Bild seine eigene Melodie spielt und doch alle gemeinsam harmonieren.

Ein Bild kommt eben selten allein. Wenn wir uns Bilder an die Wand hängen oder auf die Kommode stellen, sind es ja auch nicht irgendwelche x-beliebigen. Von Fotos über Zeichnungen bis hin zu Gemälden, können sie in uns Erinnerungen an bestimmte Menschen oder Orte wie auch Emotionen in uns hervorrufen. Sie kommunizieren, erzählen etwas und geben uns Inspiration.
Wir kreieren also eine Geschichte, wenn wir Bilder bei uns zu Hause aufhängen, -stellen und in Szene setzen.
Jedes Mal, wenn ein Mensch in einen neuen Raum kommt und ihn neugierig erkundet, inspiziert er als Erstes die Bilder in ihm. Bilder sind für Gäste oder generell für andere Leute eine der wichtigsten Informationen, weil sie etwas über uns aussagen.

Sind wir ein Familienmensch? Sind wir viel mit Freunden unterwegs? Haben wir einen Sinn für Musik oder Poesie? Welchen Geschmack haben wir? Das und vieles mehr vermitteln uns der Inhalt, Eindruck und die Stimmung, die Bilder auf uns haben.
Mit Sicherheit verändern sich manche Rahmen auch – Bilder werden ausgetauscht, es gibt neue Familienmitglieder, neue Freunde, neue Ideen. Bilder stehen auch für die Veränderung in unserem Leben. Und so kann es sein, dass man beim Ansehen von alten Bildern oder Fotos traurig wird, sich guter Dinge oder schlechter Dinge entsinnt, positiv erfrischt wird von einer Inspiration, die einem zu früherem Zeitpunkt noch nicht erfrischt hat.

Bilder halten also flüchtige Momente, Gefühle und Welten fest – für jeden von uns.

Ich denke, nachdem ich euch dies zurück ins Gedächtnis gerufen habe, achtet ihr bei der nächsten Wohnung ganz besonders auf die Bilder.

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Aktmodelle der etwas anderen Art: Die haben Klasse!

Beim Durchstöbern meiner Archive habe ich doch tatsächlich noch zwei alte Schätze ausgegraben!

Die beiden Prachtstücke – als 2007er Jahrgänge so zu sagen das Urgestein von Knud – habe ich lange nicht mehr in die Hand genommen. Nachdem ich mich aus Jux und Tollerei an eine nette Maschine in Blei gemacht hatte, wurde mir die Ehre zu Teil als Auftragsarbeit eine echte Harley Davidson zu zeichnen.

 

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Never say never!

Jeder von uns benutzt gerne das Wort »nie«, weil es so bedeutungsstark ist. Wir sprechen unserer Meinung oder unserer Aussage etwas Ewiges Unverändebares zu und sicherlich möchte unser Unterbewusstsein damit oft moralische Ansichten bekräftigen.

Gerade in jungen Jahren sind die Vorsätze vermutlich mächtig: Ich werde niemals einen Jungen küssen, mir die Haare färben, Alkohol trinken, rauchen, wie meine Eltern werden, dieses oder jenes nie tun. Das wird nie was, die Welt wird nie besser werden und es wird dafür nie eine Lösung geben.
Was wir dabei vergessen, ist, dass wir uns so selbst Grenzen setzen und Möglichkeiten oder den Glauben an etwas nehmen. Aber irgendwann, wenn unser Horizont sich erweitert, unser Geist reift oder sich unser Leben durch neue Erfahrungen und Einflüsse bereichert oder wir  uns schlicht weg verändern, wandelt dies oft unsere Sicht der Dinge. Es führt also der wohl natürlichste Effekt der Welt dazu, dass wir unsere für ewig geglaubten Ansichten über Bord schmeißen.

Natürlich könnte man sagen, dass man sich auf diese Weise nicht selbst treu bleibt – schließlich bricht man mit dem leisen Versprechen, das man an dieses Wort »nie« hängt. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass wir unsere Ansichten mal verwerfen und uns für andere Meinungen oder Ideen öffnen – selbst wenn es nur dazu dienen sollte, seine ursprüngliche Meinung zu festigen. Dieses Verwerfen von dem, was wir annehmen und was wir glauben, macht uns erst zu Menschen.

Und so ist es doch vielleicht besser, wir bleiben der Vielfältigkeit unserer Mitmenschen, unserer Umwelt und unseres eigenen geistigen Potenzials von vornherein geöffnet.
Nicht umsonst wird man belehrt mit den Worten „sag niemals nie“.
In diesem Sinne: auf ein Umdenken!

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Babypause bei Knud: Stiftung Katzentest mit SEHRGUT

Ja, ihr Lieben, ihr habt ja jetzt doch ein Weilchen nicht von mir gehört. Das tut mir auch sehr Leid, aber so etwas passiert meistens nicht ohne Grund. In diesem Fall habe ich eine ganz entzückende und zuckersüße Entschuldigung: das kleine Katzenmädchen Sehrgut. Ja, sie heißt Sehrgut.

Ihren skurrilen Namen mit Würde tragend – das Schimpfen mit ihr ist das reinste Paradox – ist die kleine Maus wohl das Beste, was uns passieren konnte. Nach einer mühsamen Fahrt aus Poppenbüttel, tollt sie nun im heimischen Wohnzimmer herum, klettert an der Rückseite der Couch rum, knabbert an allem Möglichen herum und versucht ihren eigenen Schwanz einzufangen – eben eine kleine Dame, die den Schalk im Nacken sitzen hat.

Aber das gerade mal 10 Wochen alte kleine Ding kann auch anders: Sobald ihr die riesigen Augen schwer werden, wird sie zum Kuscheltiger. Sie ist kern gesund, frisst wie ein Scheunendrescher, findet ihr Katzenklo und ist so auf dem besten Weg in ein langes, glückliches und bekuscheltes Leben.

Sehr gut, kleine Sehrgut!

 

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Warum ein Tortenheber seine ganz eigene Geschichte schreibt

Sieht er nicht unschuldig aus? Schnörkelig, glänzend und irgendwie anmutig?

Genauer betrachtet stellen wir fest, dass er wohl aus einer anderen Zeit stammt. Und nach genaueren Überlegungen gehen wir davon aus, dass er wahrscheinlich nicht immer so aussah. Die Frage ist, was ist er wohl für einer? Hat er in einem feinen Haushalt serviert und durfte er so vielleicht an prunkvollen Festen teilhaben und durch die Hände von edlen Herrschaften gereicht werden? War er vielleicht ein unbenutztes Sammlerstück, das in seiner Schublade Staub fing? Vielleicht ging er auch auf einer Straße verloren, wurde von irgendeinem armen Menschen aufgehoben und als Talismann mit sich herumgetragen.
Vielleicht war er aber auch ein einfacher Tortenheber in einer mittelständischen Familie.

Die Geschichte, die ich von ihm kenne, ist, dass ich ihn, komplett von einer schwarzen Schicht überzogen, an einem Stand auf dem Flohmarkt ergattert habe. Dann wurde er liebevoll geputzt und jetzt ist er Teil meiner Geschichte und meines Bestecks.
Oder noch mal anders formuliert er ist der Anfang von etwas großem, er ist der Startschuss für eine ganze Reihe von Geschichten. Mein Plan ist ein 12er Besteck-Set aus komplett individuellen Besteckteilen – jedes mit einer eigenen Geschichte.
Und als dieses wird es mit mir seinen Weg gehen, in herzlichen und lachenden Gesellschaften. Es wird die verschiedensten Menschen bewirten und durch die unterschiedlichsten Hände gereicht werden. Und nach diesen ganzen Geschichten wird es dann wieder zu einer neuen Geschichte aufbrechen – entweder in den Händen der nächsten Generation oder der übernächsten oder der überübernächsten.
So ergeht es nun mal unseren Lieblingsstücken – seien sie Second-Hand oder Third-Hand oder sonst was. Sie reisen an die ungewöhnlichsten Orte und treffen die interessantesten Menschen.

Und deshalb hänge ich an Stücken wie diesen – oder eben einfach nur an einem Tortenheber mit Charakter.

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Man erntet, was man sät!

Ich denke, jeder von uns hat es schon mal erlebt, wenn man in einer Situation steckt, in der man das Gefühl hat, auf eine Wand zu zu laufen. Ob zu wenig Geld, zu viel Arbeit oder einfach eine ereignisreiche Zeit: Anstrengungen fordern irgendwann ihren Tribut.
Und wenn ihr an diesem Punkt angekommen seid, ist das einzige was zählt, nicht aufzugeben, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und sich nicht etwas anderem zuzuwenden. Kurze Pause und weiter geht’s im Lauf der Welt!

Was ich in meinem relativ kurzen Leben schon lernen durfte, was auch kein Geheimnis ist, aber was ich euch mit Nachdruck noch mal ins Gedächtnis zurückrufen will: Man erntet was man sät.

Obiges Beispiel zeigt, wie viel man zurück bekommt, wenn man sein Herz an etwas hängt. Aus toten Pflanzenlandschaften sprossen mir plötzlich kleine urig aussehende Pflänzchen; eine Palme, die trotz ihrer geringen Größe umzukippen drohte, gewann das Doppelte an Größe und wurde standhaft, und ein Kaktus dem ich einmal mehr Aufmerksamkeit schenkte, strotzt nun geradezu vor Blüten.

Wenn euer Herz also an etwas hängt, arbeitet dafür und lebt dafür, denn ihr bekommt all das irgendwann wieder zurück!

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