Swantje Roersch | Gedanken
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»Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregungen zur Achtsamkeit«

Und schon wieder, muss ich euch von einem Bestseller berichten! Warum ich so viel lese zur Zeit? Meine Anspannung weicht immer mehr einer Gelassenheit, die es mir erlaubt, in guten Büchern zu versinken und Tee zu trinken – ganz ohne Hast.

Und genau darum geht es auch in dem neusten Buch von Frank Berzbach „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregungen zur Achtsamkeit“. Nach »Kreativität aushalten – Psychologie für Designer«, dem ersten tollen Werk von Berzbach, das ich gelesen habe, beleuchtet der Autor dieses Mal nicht so stark den Alltag und die Arbeitsweise eines kreativen Menschen, sondern geht vielmehr auf den allgemeinen Wandel unserer Arbeitswelt ein und wie wir damit umgehen. Er zitiert und kommentiert die Erfahrungen von etlichen großen Köpfen und legt die Gewichtung dabei ganz besonders auf die Grundsätze von Zen, die Erkenntnisse von Mönchen und Gelehrten sowie die Lehren des Buddhismus und Teeismus. Da ich auch bei diesem Buch keine Spoilerei betreiben möchte und euch unvoreingenommen auf das gute Stück loslassen möchte, sei nur so viel gesagt: Es lohnt sich und es wird euer Leben sicher ein Stück weit verändern. Wie schon der Titel verrät, richtet sich das Buch hauptsächlich an kreative Leute, aber ich bin mir sehr sicher, dass auch ein Jedermann jede Menge Weisheit in diesem guten Stück findet.
Für Liebhaber von einem ehrlichen echt gedruckten Buch und besonderer Haptik ist das Cover des Ganzen außerdem eine echte Offenbarung! Ein sanfter Einband und Metallic-Effekte versüßen euch das Leseerlebnis. Auch im Inneren kommt ein Fan der guten Gestaltung auf seine Kosten: Wichtiges wird zitiert und hervorgehoben und eine übersichtliche Navigation sorgt für kontinuierlichen Durchblick!
31Sollte ich euch heiß gemacht haben, könnt ihr es gleich hier bestellen!

Lest auch meinen Artikel zu »Kreativität aushalten« oder werft einen Blick in die Special Edition, die ich während meines Studiums im Rahmen des Faches Art Direction für das Buch entworfen habe.

 

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Wir sind alle unzufriedende Streber!

Ich kam neulich zu einer Erkenntnis, von der ich nicht weiß, ob sie mich beruhigt oder verzweifeln lässt. Und zwar habe ich mir Gedanken gemacht über das Thema Zufriedenheit. Es ist eigentlich ganz gleich, was wir tun – wir wollen mehr.
Wenn wir eine bestimmte Summe an Einkommen haben, haben wir diesen und jenen Wunsch, für den wir aber ein wenig mehr verdienen müssten. Dann rackern wir uns ab und schaffen es, mehr zu verdienen, erfüllen uns unseren Wunsch, haben dann allerdings einen neuen vielleicht viel teureren Wunsch, sind somit trotzdem nicht zufrieden und fangen praktisch wieder von vorne an.
Gleich diesem Beispiel kommt unser Zustand, wenn uns das Fernweh kitzelt. Wir reisen an einen Ort, den wir schon immer sehen wollten, und kaum sind wir da, fallen uns 5 weitere Orte ein, die wir aufsuchen wollen. Ein Ziel zu erreichen, genügt uns nicht im ständigen Streben nach mehr. Es scheint viel mehr ein Weg zu sein, der, ganz ohne ein Ende in Aussicht zu stellen, weit in die Zukunft reicht.
Es scheint, als würde jede Handlung in uns ein Verlangen nach einer anderen Handlung auslösen. Ein ständiges Bewegen und selbst verschuldetes Abmühen – fast so als würden wir den Berg aus Legosteinen, den wir versuchen zu erklimmen, mit jedem Schritt nach oben auch einen Stein höher bauen. Wo liegt in diesem Prinzip also der Sinn?

Wahrscheinlich ist es eine unterbewusste angewöhnte Handlung. Hunger kommt beim Essen, sagt man. Wahrscheinlich ist das Leben wie ein großes Festmahl, das vor uns steht und uns verführt. Normaler Weise isst man etwas und ist dann satt. Man verspürt eine angenehme kurz anhaltende Befriedigung, die normaler Weise so lange halten würde, bis wir wieder Hunger bekommen. Als sei dieser Kreislauf an sich nicht fatal und sinnlos genug, essen wir aber allein deshalb weiter, weil die gedeckte Tafel so verlockend ist und wir nichts von ihr verpassen wollen. Wir nehmen zu und wachsen aus unseren Klamotten heraus und haben dann noch mehr Hunger, weil wir einerseits nun einen größeren Magen haben und andererseits auch mehr verbrennen.
Ohne erwähnen zu müssen, dass Diäten an dieser Stelle nicht der richtige Weg sind und daran erinnernd, dass das auf dieser verstrickten metaphorischen Ebene auch zu weit führen würde, meine ich ja bloß, dass wir vielleicht lernen müssen, an einem bestimmten Punkt zufrieden zu sein.
Wir Menschen versuchen, unseren eigenen Schatten zu fangen. Wir sind wie Esel, die der Karotte hinterherlaufen, die mit einem Stock und einer Schnur an unserem eigenen Kopf befestigt ist.

Mir wird klar, dass wir so lange nicht zufrieden sein können, wie wir nicht ein gewisses Maß an Genügsamkeit und Verzicht üben. Wertschätzung und Dankbarkeit für das, was wir bereits haben im Hier und Jetzt und nicht weit in der Zukunft, sollte an erster Stelle stehen. Der Moment, den wir gerade in just dieser Sekunde erleben, sollte doch wohl allein deshalb der wertvollste sein, weil er real ist und keine verräterisch schillernde Zukunft seiner selbst.

Wir stehen eine gute Stunde auf der dritten Treppenstufe und wollen ganz nach oben. Wir heben unseren Fuß doch verlieren das Gleichgewicht und fallen runter bis auf den Boden. Verzweifelt dort liegend sehnen wir uns nun danach, auf der dritten Treppenstufe zu stehen, auf der wir bereits eine ganze Stunde standen, ohne uns darüber zu freuen. Wir standen dort freudlos, weil wir weder nach unten geschaut haben, um zu sehen, was wir geschafft haben, noch in unsere Umgebung, um die Aussicht zu genießen sondern nach oben, unzufrieden, noch nicht angekommen zu sein. Wo wir stehen und womit wir zufrieden sind diesem Vergleich nach also vollkommen relativ und nicht relevant.
Wahrscheinlich geht es dem, der auf der dritten Stufe steht und happy ist, dass er schon so viel geschafft hat und jetzt die tolle Aussicht genießen kann, viel besser als dem, der den Gipfel zwar erreicht hat, darin aber keine Erfüllung findet, weil er bereits auf der Suche nach einem höheren Berg ist.

Wenn wir es so betrachten wird es eigentlich gleichgültig, auf welcher Stufe wir stehen, wie viel Geld wir besitzen, an welchen Orten wir waren oder was sonst wir erreicht oder nicht erreicht haben. Denn so lange wir nicht lernen, die Zufriedenheit im Moment und im Sein zu finden, werden wir kein Ziel je erreichen.

 

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Das 6. Semester – jetzt geht’s an’s Eingemachte!

Es geht hier endlich wieder voll rund! Ich habe neue Kraft und Motivation geschöpft und meine Finger zittern in Vorfreude auf neuen kreativen Schabernack!

Das 6. Semester: Art Direction, Portfolio Unterricht, Editorial, 3D-Design, After Effects und Flash. Es wartet auf uns, empfängt uns mit offenen Armen, wissend, dass es zu weiteren grauen Haaren auf unseren kreativ durchtriebenen Köpfchen beitragen wird, und hämisch grinsend in der freudigen Erwartung, uns das Letzte abzuverlangen. Es umkreist uns wie ein hungriger Hai seine Beute. Es zeigt sein zuckersüßes Lächeln und verwöhnt uns mit neuen Fächern und ganz neuen Programmen und Skills – wahrscheinlich nur, um am Ende des Halbjahres mit seinen Deadline wütigen Zähnen und dem zermalmenden Kiefer der nahenden Abschlussprüfung zu zerreißen.
Ich bin gespannt, wie wir uns verstehen, das 6. Semester und ich. Wir alle durften uns schon an seinem ersten Eindruck ergötzen und müssen nun schauen, wie wir mit ihm klarkommen. Letzten Endes ist und bleibt es ja beruhigender Weise eines von vielen und vor allem das letzte der Reihe. Es folgt noch das 7. Semester – ein wilder Gefährte. Und doch einer, mit dem wir ganz allein klarkommen müssen. Ein Semester, dem wir alleine und Auge in Auge gegenüberstehen und irgendwie auch uns selbst. Bis dahin aber lasst es uns aufnehmen mit unserem jetzigen Begleiter. Und vielleicht, wenn wir uns zusammenraufen und uns unseres kreativen Genies besinnen, stampfen wir es mit lautem Gebrüll in den Boden!

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In analoger Liebe

Ist etwas, das man einscannt, automatisch digital?
Ich weiß nicht. Dieser Brief bleibt irgendwie etwas Analoges…

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Zwischenstress.

Zwischenstress hat nicht jeder in der Form, aber sicherlich unter einer anderen Bezeichnung. Der Neologismus bezeichnet für mich die zusätzliche Belastung, die ich als Studierende trage, während ich mich meiner Zwischenprüfung nähere.
Zwischenstress fordert einem ein paar mehr psychische und organisatorische Leistungen ab, als man sonst hätte.
Jeder hat in irgendeiner Weise Zwischenstress. Ein großes Projekt, Probleme in der Familie oder mit dem Partner, eine besondere Herausforderung körperlicher Art oder einfach alles auf einmal. Das Wichtigste, was man dazu wissen muss ist: Jeder Zwischenstress ist mal vorbei. Und wenn er nicht an einem Ereignis oder einer Frist hängt, ist es eines jeden Pflicht, der Ursache der kurzweiligen Powerphase ein Ende zu bereiten, denn ansonsten wird er sich langfristig auswirken und dich krank machen.

Da die großen Projekte dieses Semesters in der nächsten Woche größten Teils ihren Abschluss finden und die Woche darauf meine Zwischenprüfung stattfindet, lässt der Stress ab dem 7. März für mich hoffentlich merklich nach.  Die Prüfung, die ich absolviere, besteht darin, in 15 Minuten 15 meiner bisher entstandenen Arbeiten vor einem dreiköpfigen Prüfungskolloquium zu präsentieren, zu begründen und meinen jeweiligen Lernprozess darzulegen bzw. Rückschlüsse aus ihnen zu ziehen. Bewertet werden dabei nicht die Arbeiten – denn diese wurden ja im Laufe der Semester bewertet – sondern wie ich sie und mich verkaufe.
Ich glaube ich kann für alle Prüflinge sprechen, wenn ich sage, dass man sich verrückt macht, obwohl wir alle wissen, dass es am Ende nur halb so wild ist. Und wenn man zurückblickt, ging einfach alles wieder so schnell. Also: Drückt mir am 7. März alle ganz fleißig die Daumen, dann steht dem Abschluss des Grundstudiums an der Kunstschule Wandsbek nichts mehr im Wege und es können noch 3 arbeitsreiche Semester folgen!

Und hier gibt’s die nächsten Tage und Woche natürlich auch wieder jede Menge tolle neue Projekte zu sehen – dran bleiben!

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Blond und blöd!

Mädchen rosa, Jungs hellblau – das würde wohl jeder so unterschreiben. Oder? Die Differenzierung in der Branche der Spielzeughersteller tritt voll in die Pfütze des dicken unbestreitbaren Klischees. 

So manch einer mag die Empörung nicht verstehen, doch ich will es mal versuchen. Letzte Woche erwischte mich ein neuer TV-Spot eiskalt. Der erste Schock kam mit dem Ü-Ei für Mädchen! Abgesehen davon, dass es wieder knall-pink ist, ist außerdem Fakt, dass es zwar ein Mädchen Ü-Ei gibt, allerdings kein Jungs Ü-Ei. Die »normale« Kinderüberraschung bekommt also der Junge, das Mädchen soll jetzt doch lieber mit etwas anderem spielen? Das ist aber nicht alles. Als Sonderaktion befinden sich Barbies mit Stoffkleidung und realistischen Haaren darin UND sie verkörpern »Barbies Traumberufe«, welche da wären: Künstlerin, Rockstar, Köchin, Ärztin, Schwimmerin, Tänzerin, Schauspielerin und Tennisspielerin! Neben Talent abhängigen Berufen wie Artisten und Sportlern bleiben wohl nur noch eine ernüchternde Köchin und eine Ärztin.  Und jetzt wundert sich das arme Deutschland und versucht eine Frauenquote herbei zu reißen.

Ich meine reden wir doch mal über die Mädels. Ja, es sind Kinder. Die Kritik mag einem hart vorkommen, denn Mädchen mögen ja nun mal (Ausnahmen bestätigen die Regel) rosa und Prinzessinnen und Barbie. Aber woher kommt denn diese Neigung? Ich denke, vom Spielzeug selbst. Wenn die Erziehung oder das Umfeld allein durch das Spielzeug keine anderen Neigungen zulassen oder das Mädchen einfach von vornherein in eine Schublade stecken, wird es sich mit all den anderen zauberhaften Wundern dieser Welt nie auseinandersetzen. Es ist meiner Meinung nach eine Form der Diskriminierung – und das nicht nur für die Mädchen. Denn auch Jungs können sich nicht mehr frei entfalten. Würden sie auf einmal ein Mädchenspielzeug in die Hand nehmen, wäre das ja irgendwie nicht »normal«.

Hier geht’s zum Werbe-Spot aus dem Fernsehen.

Alles in allem finde ich es wirklich traurig, dass die Kinder schon so früh in eine Ecke getrieben werden. Warum denn nicht eine Wissenschaftlerin oder eine Technikerin oder wenigstens eine »Geschäftsfrau«. Meeresbiologin, Pilotin, Anwältin – das wären Traumberufe von Barbie, die mich an der Bushaltestelle beim Beobachten eines kleinen Mädchens, die ein Überraschungs-Ei öffnet, freuen würden.

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Kaum ist das Geld zurück, ist es schon wieder ausgegeben.

Jeder kennt es: Das Gehalt, das Taschengeld oder das Ersparte vom Geburtstag ist auf dem Konto und jetzt muss man es gleich in den Umlauf bringen – wenn es nicht schon längst für etwas ausgegeben wurde. Doch hier geht es irgendwie um etwas anderes…

Ihr seid irgendwann in einem Alter, in dem ihr ein Haus bauen wollt. Leider fehlt euch aber das Geld. Wie gut, dass ihr kreditwürdig seid, und ihr euch etwas von Bank leihen könnt! Vielen Menschen, besonders Frauen, wird ein solcher Kredit in vielen Ländern nicht gewährleistet. Aus diesem Grunde gibt es das System des Mikrokredits. Wenn euch das Thema interessiert, schaut gerne noch mal in meinen ersten Artikel zu diesem Thema.
Ich habe jetzt schon seit einiger Zeit meine beiden vergebenen Kredite von jeweils 25$ zurückerhalten und kann diese nun wieder für andere Menschen einsetzen. Ich setze die 50$ für zwei weitere Projekte ein. Einerseits helfe ich einer Frau aus Kambodscha bei dem Bau ihres Hauses, andererseits einer Gruppe Frauen aus dem Kongo (DRC) bei dem Wiederverkauf von Second-Hand Schuhen.

 

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Das Jahr des Pferdes | Forget 2013

Lange nichts gehört, was? So ist das manchmal, wenn der Himmel eine Pause macht. Doch jetzt nach einem genüsslichen Winterschlaf wird Knud euch auf das Jahr des Pferdes vorbereiten!

Ich habe nicht viel Ahnung von Pferden, aber das macht nichts. Es geht eigentlich um die wesentlichen Dinge:

Den Stall ausmisten.
Hinter jedem Pferd häuft sich nach einiger Zeit ein riesiger Misthaufen an. Das ist der normale Lauf der Dinge. Das bedeutet für uns: Altlasten loswerden. Auf den guten alten Vorsätzen wie dem Abnehmen oder dem Abschwören vom Rauchen will ich gar nicht reden. Ein neues Jahr ist immer eine Art neuer Startpunkt – so unsere Einbildung. Fakt ist aber: bevor du dir etwas vornimmst, tu es doch gleich. Wenn du es wirklich willst, muss es auch nicht warten.

Das Einhorn suchen.
Das bedeutet aber lange noch nicht, dass man keine Träume haben sollte. Träume brauchen manchmal Zeit, auch wenn man schon an ihnen arbeitet. Ein Ziel vor Augen zu haben, ist die größte Motivation, die man sich selbst geben kann.

Was vom Pferd erzählen.
Bei Knud wird es jede Menge zu sehen geben. Neben einer Menge neuer Arbeiten aus meinem Studium, werde ich euch von einer hoffentlich erfolgreichen Zwischenprüfung berichten, kurzweilige Reiseberichte zum besten geben und euch mit einer Menge interessanten Fakten bei Laune halten.

Also haltet die nächsten Wochen die Augen auf! Hier wird’s bunt zugehen!

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Von Null auf Hundert oder wie man sein Schweigen heraus schreit

Zwischen Illusion und Wirklichkeit,
Mit wenig Geld und wenig Zeit.
Lebt es sich von Tag zu Tag,
Schwer – so leicht man es auch nehmen mag.

Diese Worte verfasste ich vor einigen Monaten und ich erkenne immer wieder eine gewisse Wahrheit in ihnen. So sind es doch eben jene eng mit einander agierende Faktoren, Zeit und Geld, die uns alle fest im Griff haben und eines jeden Alltag bestimmen. Und so ist es einzig und allein die Wahl der Prioritäten, die diese Abhängigkeit, den Lauf im Hamsterrad und den Fall in einen bodenlosen Abgrund von Stress, Kommerz und Rausch außer Kraft setzen kann.

Freunde, ich hätte doch tatsächlich fast vergessen, was wichtig ist. Wenn man sein Leben vor lauter Hektik nicht teilt und die Erlebnisse, für die man Zeit und Geld aufwendet, anderen Menschen verschweigt, hinterlässt man auch keine Spuren im Sand. Gedanken zu teilen, ist wie der Abwurf von Ballast, gibt uns Auftrieb und schafft neue Kapazitäten in unseren Köpfen.

Und um dies zu tun, habe ich dieses Blog ja schließlich eingerichtet. Es ist ja auch nicht so, dass es nichts zu erzählen gäbe. Allerdings bildet man sich irgendwann ein, beim Zeit sparen verwirke man automatisch die Möglichkeit, sich welche zu nehmen. Und so ist es irgendwann unabdingbar, diesen Kreis zu durchbrechen.
In den nächsten Tagen werden also eine Menge aufgestaute Werke und Gedanken hier auftauchen, an denen ihr euch hoffentlich erfreuen könnt. Neben den ersten Fotografie-Ergebnissen werden zum Beispiel Arbeitsprozesse, Plakate und ein paar Basteltips zu sehen sein. Freut euch drauf!
Eure Knud

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Faulheit allein ist göttlich?

Jeder hat Ziele in seinem Leben und jeder arbeitet auf eine andere Art und Weise und in einem anderen Umfang dafür. Das Ideal von Erfolg, Macht und Reichtum ist dabei aber oft ein Griff zu den Sternen. Gut, wenn die Arbeit einen fliegen lässt.

In der letzten Zeit scheine ich unter einem Haufen von Arbeit zu ersticken und doch macht sie mich glücklich. Die Arbeit, an der ich sitze, lässt mich die Zeit vergessen. Am liebsten würde ich jede der 24 Stunden, die einen Tag bilden, mit meinen Aufgabenbereichen füllen.

Es geht bei dem ganzen Thema eigentlich um pure Motivation. »Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.« – diese Floskel ist nicht umsonst entstanden. Stehen wir mit ganzem Herzen hinter einer Sache, können wir so gut wie alles erreichen. Das ist zwar nicht faktisch bewiesen, aber eine Theorie ich bekräftigen möchte.
Jeder Mensch besitzt etwas, dass er besonders gerne macht oder besonders gut kann. Wir haben alle unsere Stärken.
Es muss auch nichts damit zu tun haben,  ein Fußballstar oder technisch begabt zu sein oder einem bestimmten Geschlecht oder Bildungsgruppe anzugehören. Es sind vielleicht auch unscheinbare Dinge wie Empathie oder Verständnis oder ein besonders unempfindliches Gemüt. Auf der emotionalen Ebene versteckt sich sicherlich viel mehr Potenzial. Eigene Motivation, Ehrgeiz, Fleiß und ein bisschen Optimismus sind, denke ich, Faktoren, die es fast jedem ermöglichen, fast alles zu schaffen.

Natürlich macht viel Arbeit einsam. Zumindest, wenn man sich nicht dagegen wehrt. Die Fähigkeit, sich Zeit zu nehmen, ist vielleicht viel wichtiger als Zeit zu haben. Und Zeit zu teilen statt sie zu verschwenden ist wohl der Schlüssel zu einem Leben, das gleicher Maßen durch andere Menschen als auch Beziehungen gefüllt wird statt nur mit dem Hinnehmen eines Alltagstrottes.

Die Arbeit kann allerdings etwas unheimlich Befriedigendes sein. Du solltest immer das tun, was dein Herz bewegt. Dieser Aspekt wird leider immer von Kommerz und von der Abhängigkeit vom finanziellen Ergebnis überschattet. Die Problematik besteht aus dem empfindlichen Gleichgewicht von Herzenswunsch und Einkommen. Kann ich von einer Arbeit nicht leben, kann ich sie auch nicht ausüben. Macht eine Arbeit reich aber unglücklich hat sie trotz vielem Geld keinen Wert.
Ein chinesisches Sprichwort sagt Folgendes:

Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst, schlafe. Wenn du einen Tag glücklich sein willst, geh fischen. Wenn du ein Jahr lang glücklich sein willst, habe ein Vermögen. Wenn du ein Leben lang glücklich sein willst, liebe deine Arbeit.

Und mit diesen doch wohl wahren Worten schließe ich den Beitrag und hoffe, dass auch ihr der Arbeit, die euer Herz sich wünscht, nachgehen könnt.

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