Swantje Roersch | Ökologisches & Soziales
485
archive,category,category-oekologisches-soziales,category-485,ajax_fade,page_not_loaded,,select-theme-ver-3.7,wpb-js-composer js-comp-ver-5.1.1,vc_responsive

Liebe, Frieden & Zahnarzt – eine Woche ROC in der Notunterkunft Neukölln

Der Raum füllt sich mit Leben. Immer mehr Menschen strömen durch die Türen und aus den Fahrstühlen in die geräumige 4. Etage. Alle voller Aufregung, alle voller Vorfreude – das Warten hat sich gelohnt. Die Rede ist von der Eröffnung der »Etage der Möglichkeiten« in einer Notunterkunft in Berlin Neukölln. Viele Monate Arbeit stecken in dem wundervollen Ergebnis, dass ich zusammen mit dem Rest des Teams und den Bewohnern in diesem Moment auf mich wirken lasse, ja gerade zu genieße.

Das Projekt ROC – Refugee Open Cities – will etwas verändern. Der Alltag für geflüchtete Menschen, die in Deutschland ankommen, ist schwierig, die Unterbringung sehr einfach und es herrschen weder Wohnlichkeit noch Privatsphäre. Knapp 600 Menschen teilen sich die 3 Etagen in dem ehemaligen Einkaufszentrum. Da bleibt wenig Raum für selbstständige Beschäftigung, Entspannung, Kinderbetreuung (für die ca. 150 Kinder) oder einfach eine ungestörte Unterhaltung.

Wie soll man so eine Situation bewältigen, wo soll man anfangen? Wie soll man Dinge wie Behaglichkeit, Unbeschwertheit und so etwas wie Normalität in einen Ort stecken, an dem auf engstem Raum Menschen leben, die schrecklichste Strapazen hinter sich und noch einen langen Weg Richtung »geregeltes Leben« vor sich haben?
Im Sommer 2016 beschloss ein Team von Open State gemeinsam mit Bewohnern und in Zusammenarbeit mit den Maltesern, dies gemeinsam herauszufinden, und arbeitete mehrere Monate an Lösungen, Visionen und einem Plan, der es in sich hatte.
Das Ganze resultierte im »ROC Baufestival«, einer Woche, in der all die Ideen für die freistehende 4. Etage des Gebäudes umgesetzt werden sollten und zu der auch ich eingeladen wurde. Was ich dort erlebte, war schlicht weg unglaublich!

Die Planung sah eine Vielzahl an einzelnen Räumen vor: einen Sportraum mit Geräten und Platz für Übungsstunden, ein Lernzentrum, in dem unter anderem Deutschlernkurse stattfinden können, ein Frauenzimmer zum Nähen und Ungestört-Sein, ein Kinderzimmer mit Möglichkeit zum Toben und Energie abbauen, ein Teehaus für die Herren der Schöpfung, ein kleiner Garten und eine provisorische Küche, ein Informationszentrum z.B. mit Angeboten für den Berufseinstieg, eine kleine Siedlung abschließbarer Tiny-Häuser mit Betten und/oder Tischen für ein wenig Privatsphäre sowie ein »Marktplatz« als Zentrum mit einer kleinen Bühne, einer Leinwand und genügend Sitzgelegenheiten für alle. Jeder dieser Räume hatte also eine Aufgabe und würden nach der Bauwoche von den Maltesern mit Programm und Workshops für die Bewohner bespielt werden.
Doch zu erst einmal gab es da ja nur eine riesige Halle, die so ganz und gar nicht einladend war. Bei meiner Ankunft waren immerhin schon einige Wände eingezogen und farbenprächtig bemalt. Doch so richtig vorstellen konnte ich mir das Ganze noch nicht. Nach dem morgendlichen Check-In verteilten sich die täglich angetanzten freiwilligen Helfer auf die verschiedenen Teams der Riesen-Baustelle. Tatsächlich tummelten sich binnen kürzester Zeit Unmengen von sägenden, bauenden, malenden und organisierenden Helfer und Bewohner in der Halle. Innerhalb der 7 Tage wurden Wände eingezogen, kleine Häuser und Möbel gebaut und jeder Raum seiner Funktion entsprechend Bestückt und eingerichtet.

Meine Aufgabe war es, ein Leitsystem mit Icons für die gesamte Etage zu erstellen, welches ich später gut sichtbar auf drei große Platten am Eingang übertrug.

Ich war insgesamt sehr beeindruckt, welch motivierte, engagierte und großartige Menschen an diesem Ort zusammenkamen. In der Luft lag neben dem Duft von gutem Essen nicht bloß die konzentrierte und zum Ende hin leicht hektische Anspannung. Es war mehr. Es war ein gemeinsames Ziel, geteilter Schweiß, Unterhaltungen auf den verschiedensten Sprachen, Menschen, die an einem Strang zogen, und ein Geist, der all dies zusammen hielt. Es klingt ein wenig kitschig, aber irgendwie spürte man so etwas wie Aufbruch und Hoffnung.

Und dann wurde dieser neuer Ort mit seinem ganz eigenen Zauber feierlich eröffnet. Es gab eine Band, ein mitgebrachtes Buffet und eine kleine Parade, in der die Bewohner und das Team einmal gemeinsam durch die Etage gingen und jeden Raum kurz einweihten.

In der Mitte des Eingangsbereiches stand ein zusammengezimmerter von den Kindern wild bemalter Wunschbaum, an den diese nun ihre Wünsche hängen durften. Ich fragte mich, was dort wohl so stehen mochte – trotz der Freude über das neue Kinderzimmer hatten die Kinder keine unbeschwerte Kindheit. Die Wünsche zu lesen, hat mich erinnert, warum es so wichtig ist, an solchen Projekten teilzunehmen oder sie zu initiieren. Ein Schild blieb mir besonders in Erinnerung und ließ mich im Moment, da ich es las, wieder einmal gewahr werden, wie gut es uns geht. Es sagte: »Liebe, Frieden & Zahnarzt«.

Die Erlebnisse und Erfahrungen dieser Woche werden wohl noch ein wenig nachhallen. Und es geht natürlich weiter mit ROC. Das Projekt in Berlin soll erst der Anfang und Vorbild für viele weitere Projekte in Deutschland und Europa sein. Um anderen die Durchführung eines solchen Vorhabens zu erleichtern, wird das Ganze nun in einem Online-Toolkit als Open Source aufbereitet. Auch das ist wieder jede Menge Arbeit. Wie gut, dass auch dafür ein bisschen Gestaltung benötigt wird…

(Fotos: Open State; ROC)

1

Von Urban Gardening, Design Thinking und meinem Master in Italien

Liebe Leute, es ist zwar schon ein Weilchen her, ich möchte aber wenigstens nicht vollkommen darauf verzichten, euch von meiner Woche in Italien zu berichten! April diesen Jahres machte ich eine kleine Tour von Wien nach Mailand. Und ein Zwischenstopp auf dieser Reise war Bozen!

Ziel dieses Besuches war für mich herauszufinden, ob ich an der Universität in Bozen meinen Master machen will. Angeboten wird dort eine absolute Neuheit: der dreisprachige Master in eco-social Design. Praktischer Weise bot die Uni gerade zu der Zeit eine kostenlose Workshop-Woche zum Kennenlernen und zusammen Arbeiten an. Ohne das genauer zu prüfen, meldete ich mich an und reiste drauf los (ich wusste nur, es ging irgendwie um Urban Gardening).
Am ersten Tag waren Kennenlernen und Teambuilding angesagt: Die unterschiedlichen Teilnehmer stellten sich vor. Neben einigen Bachelor- und Masterstudenten der Uni Bozen, Dozenten sowie Interessenten für die Uni waren außerdem unsere beiden Workshopleiter von openstate aus Berlin dabei (sehr sehr cool, schaut die euch auf jeden Fall an). Da mich aufgrund meiner mangelnden Vorbereitung irgendwie darauf eingestellt hatte, Beete anzulegen, Erdsäcke zu schleppen und mir die Hände dreckig zu machen, war ich mehr als positiv überrascht, als wir begannen, Ziele festzustecken und an einem Konzept zu arbeiten.

Es ging darum, einen Community Garden an der Uni Bozen zu planen und für seine Etablierung und Pflege ein Konzept auf die Beine zu stellen, das sowohl die regionale Gesellschaft in Bozen als auch Unileitung und -studentenschaft angemessen integriert. Wir lernten Design Thinking kennen und arbeiteten in unterschiedlichen Teams an einem Masterplan. Ich konnte Ideen, Erfahrung und sogar gestalterische Skills einbringen. An mehreren Tagen gab es übrigens kostenlose von dem Studentencafé lampele in Supermärkten gesammelte und zubereitete Köstlichkeiten. Die Gastfreundschaft der Menschen dort machte den kleinen, gemütlich italienisch wirkenden Ort mit seinen Gassen und Bögen und Bergen noch traumhafter.

Das Ergebnis der fünf Tage war schließlich eine ansehnliche Ausstellung unserer Arbeitsergebnisse auf einer größeren Veranstaltung der Uni.
Mitgenommen habe ich die Bekanntschaften von super interessanten und lieben Menschen, jede Menge neue Erfahrungen, Know-How, verbesserte Englischkenntnisse und vor allem ein kleines Stückchen Italien in meinem Reiseherzen!

Auch generell, muss ich sagen, habe ich den Ort wie auch die Uni irgendwie in mein Herz geschlossen. Nicht nur die Menschen dort haben mich mit offenen Armen (und einer Couch) empfangen sondern auch die Uni als Ort zum Lernen hat mich sehr inspiriert! Die Werkstätten, die ich dort zu sehen bekam, haben mich wirklich nachhaltig beeindruckt: neben Holz-, Metall- und Kunststoffwerkstätten gab es die Möglichkeit für Laser-Cut, alle möglichen Druckarten und einen Mitarbeiter für jeden Bereich, der einem mit seinem Know-How zur Seite steht – ein Paradies für handwerkliche und haptische Menschen und wahrscheinlich für einen jeden kreativen Studenten!
Feststeht: Falls ich irgendwann noch einmal einen Master machen sollte, dann wohl dort – im diesem kleinen Paradies in Südtirol.

Ich danke Stefania Zanetti für die in diesem Artikel genutzten Fotos. Weitere Bilder findet ihr unter anderem hier.

0

Ecover – eine saubere Sache?

Schon vor längerer Zeit fiel mir eine besonders schön gestaltete Flasche Waschmittel in die Hände. Ecover hat mich nicht nur mit seiner schicken Hülle sondern auch mit seinem ökologischen Versprechen gelockt.

Nach einem kritischen Blick auf die Etiketten und in die Tiefen der Website muss ich sagen, die Inszenierung der Marke gefällt mir wirklich ganz gut. Das Waschmittel fällt neben der Konkurrenz deutlich auf: Es zieht eine ganz klare Gestaltung-Linie durch. Neben dem fröhlichen Farbenspiel setzt Ecover vor allem auf eine klare mit Icons arbeitenden Bildsprache und verzichtet vollständig auf gestalterische Schnörkel oder Extrawürste. Stellenweise und besonders auf Grund der Typografie kommt das Ganze für meinen Geschmack ein wenig zu »niedlich« daher. Ich bin auch der Meinung, man könnte aus dieser Basisgestaltung noch einiges mehr rauskitzeln, habe aber definitiv Gefallen gefunden am Markenauftritt und der Art und Weise wie Ecover mit seinem Kunden spricht.
Das »schön« ist also bei dieser Marke durchaus rechtzufertigen! Kommen wir zum »gut«…

Nach eigenen Angaben (Website), setzt Ecover nachwachsende pflanzliche und mineralische Rohstoffe ein, hat die erste Öko-Fabrik der Welt gebaut, arbeitet nur mit Inhaltsstoffen, die außer Mineralien vollständig biologisch abbaubar sind, verwendet Pflanzenöle für die Herstellung der Düfte und stellt in einem sehr energiesparenden Verfahren sogenannte Bio-Tenside her. Viele der Produkte sind dermatologisch getestet & für empfindliche Haut geeignet, alle Flüssigprodukte werden in Flaschen abgefüllt, die zu 75% auf pflanzenbasiertem und 25% recyceltem Plastik bestehen und erfüllen den Humane Household Products Standard (HHPS) für Tierversuchsfreiheit. Ecover macht außerdem mit einem Film-Projekt auf die Meeresverschmutzung und die Auswirkungen dessen aufmerksam. Das klingt ziemlich krass öko, oder? Ich muss sagen, in diesem Ausmaß hatte ich damit jetzt auch nicht gerechnet.

Nach eingehender Recherche fand ich auf der Seite einer Konkurrenzfirma (Sonett) noch einen Artikel über einen holländischen Bio-Handel, der die Ecover-Produkte aus dem Sortiment nahm, weil sie nach seinen Angaben im Begriff seien, synthetisches Algenöl zu nutzen. Schien mir eher wie Meckern auf hohem Niveau.
Und um die beiden nochmal zu vergleichen: Stiftung Öko-Test listet beide Firmen mit dem Ergebnis »gut« auf, und verweist darauf, dass Ecover in einigen Tests eine bessere Waschleistung aufweist als Sonett.

Meine eigenen Erfahrungen sind bis jetzt durchweg positiv. Ich nutze zwar nicht das Hauptwaschmittel, weil sein Lavendelduft absolut nicht mein Ding ist – aber das Wollwaschmittel ist ein super Ersatz! Nach und nach werde ich jetzt auch die anderen Ecover-Produkte ausprobieren. In ihrem Sortiment finden sich nämlich auch noch jede Menge toller Produkte für den Abwasch und den restlichen Haushalt.

Lies in meinem ersten Artikel zu diesem Thema, worum es in der Artikel-Reihe »schön&gut?« geht.

0

Ist wirklich alles schön und gut?

Schön und gut sind wohl zwei der ältesten Rivalen ever! Egal in welchem Bereich – sie konkurrieren, seit wir denken können, und das in fast jedem Bereich unseres Lebens. Können die beiden nicht einfach Freunde werden?

Je länger ich nun in meinem Beruf arbeite und je mehr mir die Bedeutung meiner Arbeit bewusst wird, desto öfter frage ich mich, wie ein Produkt oder eine Marke im gesellschaftlichen Zusammenhang steht.
Mein Wunsch und mein ständiges Bestreben ist, mit meiner Arbeit – mit Design – Gutes zu tun, etwas zu bewirken und (wenigstens ein kleines bisschen) die Welt zu verändern. Und ich weiß, dass ein direkter Weg dorthin die sachgemäße und verständliche Aufbereitung von Informationen ist. Optimaler Weise steht das Endprodukt in meinen Augen dann in Mitten von Funktionalität, Ästhetik und sozial-ökologischem Bewusstsein. Kommt noch die Ebene des Preises dazu, bewegen wir uns in einem Spagat zwischen den Extremen:
Welche Gestaltung kann ich mit mir selbst vereinbaren? Ich möchte etwas zu einer besseren Gesellschaft beitragen, habe aber einen großen ästhetischen Anspruch. Ich muss bestimmte Preise verlangen, will aber mein Hauptaugenmerk nicht ausschließlich auf Profit und Kommerz legen. Ich will Design machen, das eine schöne Oberfläche hat, es soll aber auch inhaltlich etwas hergeben und in seinem Zweck funktional und sinnvoll sein.

Ich ertappe mich selbst oft dabei, wie ich durch den Supermarkt oder einen beliebigen anderen Laden gehe und stets zu dem Produkt greife, das besonders schön gestaltet ist – ob es sich dabei um eine Chips-Tüte handelt oder einen Klamotten-Label ist völlig Banane. Wenn mir auf den ersten Blick eine Geschichte erzählt wird oder eine geniale Idee im Design verankert ist, schlägt mein Gestalter-Herz höher und ich bin gleich bereit, mehr für das Produkt auszugeben.
Letzten Endes bindet uns unter anderem genau diese Entscheidung an Marken, ihr Auftreten und ihre Aussagen. Umso trauriger bin ich manchmal, wenn ich Marken oder Produkte sehe, die eine tolle Aussage haben oder einen Beitrag für unsere Welt leisten, es dem Betrachter aber nicht ausreichend kommuniziert wird.
Das Gegenteil macht es aber nicht besser, nämlich wenn eine Marke genau das kommuniziert und mir dabei kackfreck ins Gesicht lügt. Wer hält seine Markenversprechen und wer nicht? Oft genug betreiben Firmen »greenwashing« und führen uns letztlich sogar gerade durch die Gestaltung hinters Licht.

Mit welchen Marken und Produkten kann ich mich also umgeben, um als »bewusst lebende Designerin« in meinem kleinen Biotop glücklich zu werden? Gibt es welche, die funktional, ökologisch und sozial wertvoll, ehrlich, preislich vertretbar und auch noch schön sind? Ist das nicht vielleicht ein bisschen viel verlangt?
Wahrscheinlich kommt es auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen all diesen Faktoren an und es bleibt natürlich eine Sache der Priorität des einzelnen. Ich möchte hier in Zukunft immer mal wieder ein paar Marken und Produkte aus meinem Leben auf diese Aspekte hin untersuchen und euch kritisch verschiedene Ansätze gegenüberstellen. Glaubt mir, ich bin so gespannt wie ihr – und ich wünsche uns viel Spaß!

0

Blond und blöd!

Mädchen rosa, Jungs hellblau – das würde wohl jeder so unterschreiben. Oder? Die Differenzierung in der Branche der Spielzeughersteller tritt voll in die Pfütze des dicken unbestreitbaren Klischees. 

So manch einer mag die Empörung nicht verstehen, doch ich will es mal versuchen. Letzte Woche erwischte mich ein neuer TV-Spot eiskalt. Der erste Schock kam mit dem Ü-Ei für Mädchen! Abgesehen davon, dass es wieder knall-pink ist, ist außerdem Fakt, dass es zwar ein Mädchen Ü-Ei gibt, allerdings kein Jungs Ü-Ei. Die »normale« Kinderüberraschung bekommt also der Junge, das Mädchen soll jetzt doch lieber mit etwas anderem spielen? Das ist aber nicht alles. Als Sonderaktion befinden sich Barbies mit Stoffkleidung und realistischen Haaren darin UND sie verkörpern »Barbies Traumberufe«, welche da wären: Künstlerin, Rockstar, Köchin, Ärztin, Schwimmerin, Tänzerin, Schauspielerin und Tennisspielerin! Neben Talent abhängigen Berufen wie Artisten und Sportlern bleiben wohl nur noch eine ernüchternde Köchin und eine Ärztin.  Und jetzt wundert sich das arme Deutschland und versucht eine Frauenquote herbei zu reißen.

Ich meine reden wir doch mal über die Mädels. Ja, es sind Kinder. Die Kritik mag einem hart vorkommen, denn Mädchen mögen ja nun mal (Ausnahmen bestätigen die Regel) rosa und Prinzessinnen und Barbie. Aber woher kommt denn diese Neigung? Ich denke, vom Spielzeug selbst. Wenn die Erziehung oder das Umfeld allein durch das Spielzeug keine anderen Neigungen zulassen oder das Mädchen einfach von vornherein in eine Schublade stecken, wird es sich mit all den anderen zauberhaften Wundern dieser Welt nie auseinandersetzen. Es ist meiner Meinung nach eine Form der Diskriminierung – und das nicht nur für die Mädchen. Denn auch Jungs können sich nicht mehr frei entfalten. Würden sie auf einmal ein Mädchenspielzeug in die Hand nehmen, wäre das ja irgendwie nicht »normal«.

Hier geht’s zum Werbe-Spot aus dem Fernsehen.

Alles in allem finde ich es wirklich traurig, dass die Kinder schon so früh in eine Ecke getrieben werden. Warum denn nicht eine Wissenschaftlerin oder eine Technikerin oder wenigstens eine »Geschäftsfrau«. Meeresbiologin, Pilotin, Anwältin – das wären Traumberufe von Barbie, die mich an der Bushaltestelle beim Beobachten eines kleinen Mädchens, die ein Überraschungs-Ei öffnet, freuen würden.

0

Kaum ist das Geld zurück, ist es schon wieder ausgegeben.

Jeder kennt es: Das Gehalt, das Taschengeld oder das Ersparte vom Geburtstag ist auf dem Konto und jetzt muss man es gleich in den Umlauf bringen – wenn es nicht schon längst für etwas ausgegeben wurde. Doch hier geht es irgendwie um etwas anderes…

Ihr seid irgendwann in einem Alter, in dem ihr ein Haus bauen wollt. Leider fehlt euch aber das Geld. Wie gut, dass ihr kreditwürdig seid, und ihr euch etwas von Bank leihen könnt! Vielen Menschen, besonders Frauen, wird ein solcher Kredit in vielen Ländern nicht gewährleistet. Aus diesem Grunde gibt es das System des Mikrokredits. Wenn euch das Thema interessiert, schaut gerne noch mal in meinen ersten Artikel zu diesem Thema.
Ich habe jetzt schon seit einiger Zeit meine beiden vergebenen Kredite von jeweils 25$ zurückerhalten und kann diese nun wieder für andere Menschen einsetzen. Ich setze die 50$ für zwei weitere Projekte ein. Einerseits helfe ich einer Frau aus Kambodscha bei dem Bau ihres Hauses, andererseits einer Gruppe Frauen aus dem Kongo (DRC) bei dem Wiederverkauf von Second-Hand Schuhen.

 

0

Aufruf an alle guten Seelen

Also, jetzt muss ich doch noch mal einen Apell auf euch loslassen!

Es geht um Folgendes: Auf dieser Welt sterben viel zu viele Menschen, die gar nicht sterben müssten. Das klingt fürchterlich dramatisch jetzt – ist es auch. Und das unglaublichste daran ist: Ihr könnt es verhindern. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten Gutes zu tun. Sofern ihr volljährig seid und einen Körper habt, der mehr oder weniger gut in Schuss ist, kommen da die verschiedensten Möglichkeiten in Frage (Anklicken der einzelnen Themen leitet euch zur jeweiligen Homepage):

Die Organspende
Die Knochenmarkspende
Die Plasmaspende

Das sind nur drei von mehren Möglichkeiten. Tut nicht weh, es gibt in manchen Fällen sogar Geld und man rettet wirklich anderen Menschen das Leben! Und wenn ihr doch dagegen seid, könnt ihr auch immer noch monetäre Spenden tätigen!

Denkt mal drüber nach…

0