Swantje Roersch | Rezension
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Ecover – eine saubere Sache?

Schon vor längerer Zeit fiel mir eine besonders schön gestaltete Flasche Waschmittel in die Hände. Ecover hat mich nicht nur mit seiner schicken Hülle sondern auch mit seinem ökologischen Versprechen gelockt.

Nach einem kritischen Blick auf die Etiketten und in die Tiefen der Website muss ich sagen, die Inszenierung der Marke gefällt mir wirklich ganz gut. Das Waschmittel fällt neben der Konkurrenz deutlich auf: Es zieht eine ganz klare Gestaltung-Linie durch. Neben dem fröhlichen Farbenspiel setzt Ecover vor allem auf eine klare mit Icons arbeitenden Bildsprache und verzichtet vollständig auf gestalterische Schnörkel oder Extrawürste. Stellenweise und besonders auf Grund der Typografie kommt das Ganze für meinen Geschmack ein wenig zu »niedlich« daher. Ich bin auch der Meinung, man könnte aus dieser Basisgestaltung noch einiges mehr rauskitzeln, habe aber definitiv Gefallen gefunden am Markenauftritt und der Art und Weise wie Ecover mit seinem Kunden spricht.
Das »schön« ist also bei dieser Marke durchaus rechtzufertigen! Kommen wir zum »gut«…

Nach eigenen Angaben (Website), setzt Ecover nachwachsende pflanzliche und mineralische Rohstoffe ein, hat die erste Öko-Fabrik der Welt gebaut, arbeitet nur mit Inhaltsstoffen, die außer Mineralien vollständig biologisch abbaubar sind, verwendet Pflanzenöle für die Herstellung der Düfte und stellt in einem sehr energiesparenden Verfahren sogenannte Bio-Tenside her. Viele der Produkte sind dermatologisch getestet & für empfindliche Haut geeignet, alle Flüssigprodukte werden in Flaschen abgefüllt, die zu 75% auf pflanzenbasiertem und 25% recyceltem Plastik bestehen und erfüllen den Humane Household Products Standard (HHPS) für Tierversuchsfreiheit. Ecover macht außerdem mit einem Film-Projekt auf die Meeresverschmutzung und die Auswirkungen dessen aufmerksam. Das klingt ziemlich krass öko, oder? Ich muss sagen, in diesem Ausmaß hatte ich damit jetzt auch nicht gerechnet.

Nach eingehender Recherche fand ich auf der Seite einer Konkurrenzfirma (Sonett) noch einen Artikel über einen holländischen Bio-Handel, der die Ecover-Produkte aus dem Sortiment nahm, weil sie nach seinen Angaben im Begriff seien, synthetisches Algenöl zu nutzen. Schien mir eher wie Meckern auf hohem Niveau.
Und um die beiden nochmal zu vergleichen: Stiftung Öko-Test listet beide Firmen mit dem Ergebnis »gut« auf, und verweist darauf, dass Ecover in einigen Tests eine bessere Waschleistung aufweist als Sonett.

Meine eigenen Erfahrungen sind bis jetzt durchweg positiv. Ich nutze zwar nicht das Hauptwaschmittel, weil sein Lavendelduft absolut nicht mein Ding ist – aber das Wollwaschmittel ist ein super Ersatz! Nach und nach werde ich jetzt auch die anderen Ecover-Produkte ausprobieren. In ihrem Sortiment finden sich nämlich auch noch jede Menge toller Produkte für den Abwasch und den restlichen Haushalt.

Lies in meinem ersten Artikel zu diesem Thema, worum es in der Artikel-Reihe »schön&gut?« geht.

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»Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregungen zur Achtsamkeit«

Und schon wieder, muss ich euch von einem Bestseller berichten! Warum ich so viel lese zur Zeit? Meine Anspannung weicht immer mehr einer Gelassenheit, die es mir erlaubt, in guten Büchern zu versinken und Tee zu trinken – ganz ohne Hast.

Und genau darum geht es auch in dem neusten Buch von Frank Berzbach „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregungen zur Achtsamkeit“. Nach »Kreativität aushalten – Psychologie für Designer«, dem ersten tollen Werk von Berzbach, das ich gelesen habe, beleuchtet der Autor dieses Mal nicht so stark den Alltag und die Arbeitsweise eines kreativen Menschen, sondern geht vielmehr auf den allgemeinen Wandel unserer Arbeitswelt ein und wie wir damit umgehen. Er zitiert und kommentiert die Erfahrungen von etlichen großen Köpfen und legt die Gewichtung dabei ganz besonders auf die Grundsätze von Zen, die Erkenntnisse von Mönchen und Gelehrten sowie die Lehren des Buddhismus und Teeismus. Da ich auch bei diesem Buch keine Spoilerei betreiben möchte und euch unvoreingenommen auf das gute Stück loslassen möchte, sei nur so viel gesagt: Es lohnt sich und es wird euer Leben sicher ein Stück weit verändern. Wie schon der Titel verrät, richtet sich das Buch hauptsächlich an kreative Leute, aber ich bin mir sehr sicher, dass auch ein Jedermann jede Menge Weisheit in diesem guten Stück findet.
Für Liebhaber von einem ehrlichen echt gedruckten Buch und besonderer Haptik ist das Cover des Ganzen außerdem eine echte Offenbarung! Ein sanfter Einband und Metallic-Effekte versüßen euch das Leseerlebnis. Auch im Inneren kommt ein Fan der guten Gestaltung auf seine Kosten: Wichtiges wird zitiert und hervorgehoben und eine übersichtliche Navigation sorgt für kontinuierlichen Durchblick!
31Sollte ich euch heiß gemacht haben, könnt ihr es gleich hier bestellen!

Lest auch meinen Artikel zu »Kreativität aushalten« oder werft einen Blick in die Special Edition, die ich während meines Studiums im Rahmen des Faches Art Direction für das Buch entworfen habe.

 

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Auf den Spuren des Journeyman

Wer von uns kennt es nicht, ein Sehnen nach warmen Tagen, Andersartigkeit und Abenteuer: das Fernweh. Wer einmal im Ausland war oder Freunde hat, die von ihren spannenden Auslandsaufenthalten berichten, zieht es allerspätestens nach seinem Schul- oder Ausbildungsabschluss in die Ferne. Die Möglichkeit, fremde Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen, hat heutzutage jeder von uns. Fliegen ist günstig wie nie zu vor, Universitäten und Arbeitgeber unterstützen den interkulturellen Austausch und sprachliche Fähigkeiten sowie internationale Berufserfahrungen werden bei einer Bewerbung schon fast vorausgesetzt.

Die Zeiten sind also günstig, seinen Rucksack zu packen, den Alltag Alltag sein zu lassen und sich auf die Socken zu machen auf den Weg in sein ganz persönliches Abenteuer.
Einige von uns wagen den Schritt einfach: Machen sich auf den Weg und tauchen für ein paar Wochen ein in eine andere Welt. Zwischen offenen Menschen und ungesehenen Landschaften kann man selbst dabei ein ganz anderer Mensch sein, neue Seiten an sich entdecken, sich neuen Dingen öffnen und am Ende an den Erfahrungen der Fremde über sich hinauswachsen.

Ein schönes Beispiel beschreibt dabei Fabian Sixtus Körner in seinem Buch »Journeyman – 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs«, welches ich euch wärmstens empfehlen möchte. Es sollte in eurem Regal stehen, wenn ihr die Welt bereist oder gerne mal bereisen möchtet. Körner berichtet lebhaft und sehr kurzweilig von seinen Abenteuern, die er auf jedem unserer Kontinente erlebt hat. Als gelernter Innenarchitekt, Hobbyfotograf und selbsternannter Grafikdesigner fällt er dabei von einem aufregenden Job in den nächsten. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, muss ich euch sagen: Lest das Ding. Es geht einem schnell von der Hand, motiviert einen, seinen Rucksack in die Hand zu nehmen und ohne zu überlegen drauf los zu reisen und es inspiriert zu einer ganz neuen Freiheit der Lebensführung. Der Autor streut dabei kurze Fotostrecken der einzelnen Anekdoten sowie QR-Codes mit Links zu seinem Blog ein, auf dem man weitere Details lesen sowie Fotos und Videos bestaunen kann.

Als Kreative fühle ich mich von ihm besonders verstanden und angesprochen. Die Arbeiten und Auftraggeber, denen sich Körner stellt, machen mich neugierig auf die Welt dort draußen und heizen mich an, selbst meine Sachen zu packen und für internationale Kunden und Organisationen zu arbeiten. Hochmotiviert und voller Energie freue ich mich auf die Reisen, die da im Jahr 2016 noch kommen mögen und auf die Geschichten, die ICH euch dann erzählen kann!

Also hin zum Buchladen und rein in den Schmöker. Lasst euch mitreißen und stellt euer Leben auf den Kopf!

 

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Gaby, Swantje und der Schinkengang

Es ist geschafft: Mein Buchcover ziert das kürzlich erschienene Buch »Schinkengang – Eine Spur im Sand« von Gaby von der Heydt! Nach reichlich anregender Konversation gelang es mir, die Erlebnisse, Emotionen und den gesundheitlichen Kampf der im Gospelchor vertretenen Autorin visuell und in einer freien Typografie-Fotografie-Kombination einzufangen.

Was der Schinkengang ist, wie sie ihn bestritten hat und wie sie mit ihm durch ihre schwere Leukämie-Erkrankung gegangen ist, erzählt Gaby von der Heydt auf knapp 400 Seiten. Zu kaufen gibt es das kurzweilig und humorvoll umgesetzte Werk auf der Seite von epubli. Und schließlich wird es hoffentlich schon bald in jeglichen Kieler Praxen ausliegen, um Gabys Intention zu erfüllen: anderen Patienten Mut, Kraft und Hoffnung zu geben.

Schaut euch das schöne Stück gerne noch einmal auf der Projektseite an!

 

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Pflichtprogramm für jeden Kreativen!

Yeah – das 6. Semester nimmt seinen Lauf und beschert uns lauter Freude und neue Freunde. Neulich durfte ich dem guten alten Stress mal wieder kräftig die Hand schütteln, dann habe ich Bekanntschaft mit der Dame Pausenlos gemacht und schließlich war mein neuer Bekannter der Hinterherhänger auch mit von der Partie. Die Zusammenkunft dieser Herrschaften ist nicht nur eine Verschwörung sondern gerade zu eine Ausgeburt der kreativen Bodenlosigkeit.

Wir können alle von Glück sagen, dass dieser Herbst uns noch so viel Sonne und Wärme beschert hat und so manchem mit schönen Stunden diese Geister austreiben konnte.

Abgesehen von diesen unheilvollen Gestalten, kann ich aber auch einen sehr viel angenehmeren und ruhigeren Zeitgenossen meinen neuen Begleiter nennen. Ich gebe zu, in Gänze verschlungen habe ich ihn noch nicht. Doch die Seiten, welche ich schon lesen durfte und die vor aufkommender Selbstreflexion und Verständnis nur so sprühen, erregen in mir ein Verzücken.

»Kreativität aushalten – Psychologie für Designer« ist nicht nur ein delikat gestaltetes sondern auch ein wirklich sehr hilfreiches Lesewerk. Es überzeugt mich durch eine annehmbar geringe Seitenzahl und eine durchdachte raffinierte Struktur. Alle ungeklärten Phänomene, auf die junge wie wohl auch alte Mitglieder unserer Branche treffen, scheinen aufgelöst und erklärt zu werden. Ich bekomme das Gefühl, der Autor hätte mich ein paar Wochen lang beobachtet, alles fleißig notiert, ein paar Tage lang darüber gebrütet, Fachliteratur studiert und mir dann einen schlüssigen Antwortbrief mit einem dunkel blauen Umschlag und neon grüner Schrift geschickt.
Arbeitsprozesse, Kreativität, Stress, Zeitmanagement – man identifiziert sich wahrscheinlich gerade deshalb in einem so hohen Grade mit den geschriebenen Sätzen in diesem Werk, weil sie den Nagel unseres gestalterischen Alltags dermaßen auf den Kopf treffen, dass es eine wahre selbstreflektionierende Gehirnerschütterung zur Folge hat.

Aber um nicht zu viel vorwegzunehmen, bitte ich euch, dieser schmalen Rezension zu vertrauen und euch selbst in die Seiten dieses kleinen oder großen Helferleins zu werfen und es als Möglichkeit zu sehen, aus dem vielleicht stressigen Hier und Jetzt zu fliehen – und sei es nur, weil ihr euch die Zeit nehmt, um dieses Buch zu lesen.

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Broschüre für Fischers Fritze

Endlich gibt’s mal wieder was zu gucken hier. Derzeitig schließen wir ein Projekt ab, das mir – und ich denke, ich kann sagen auch den meisten anderen in meinem Semester – eine Menge Spaß gemacht hat. Doch wie bei allen größeren Projekten stecken viele Arbeitsstunden hinter dem Ergebnis.

Aufgabenstellung war, eine Broschüre für einen fiktiven Aussteller auf einer fiktiven Messe zu gestalten. Die Themenwahl sollte sich dabei auf Produkte rund ums Schlemmen beschränken. Obwohl ich selbst kaum Fisch esse und auch darüber nachdenke, den Konsum komplett einzuschränken, wählte ich Fisch und Meeresfrüchte.

Trotzdem hat mir die Arbeit mit dem Thema eine Menge Freude bereitet.

Neben einer ganzen Hand voll eigener Illustrationen nutzte ich auch eigene Fotos. Weitere Bilder stellte mir Fotografin Julia Hoersch zur Verfügung.
Ich finde ihre Arbeit toll – sie erzeugt tolle Bildstimmungen und Farbwelten nach meinem Geschmack. An dieser Stelle sei noch einmal mein Dank ausgerichtet, dass mir eine so renommierte Fotografin ihre Werke zur Verfügung stellt (hier geht es zur Website von Julia Hoersch).

So ist am Ende ein meiner Meinung nach tolles Ergebnis dabei herausgekommen.
Aber am besten schaut ihr es euch wohl selbst an.

Mehr zu diesem Projekt findet ihr auf der Projektseite.

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Der Teufelsgeiger unserer Generation

Dieser Mann ist nicht nur Teufelsgeiger sondern auch ein Teufelskerl – so würden es mir wohl viele seiner weiblichen Fans unterschreiben.

Die Rede ist von David Garrett, dem nun 33-jährigen deutschen Violinisten, der im Moment ganz stark im Kommen ist. Er ist ein Virtuose und mit seiner Musik verzaubert er die ganze Welt.

Ich durfte im Mai in Bad Segeberg am Kalkberg teilhaben an seinen Interpretationen von klassischen bis hin zu modernen Musikstücken wie zum Beispiel von Coldplay. David Garrett untermauerte seine Stücke mit kleinen Anekdoten aus aller Welt und ließ im wahrsten Sinne des Wortes »die Puppen tanzen«. Ich glaube, dass er Musik spielt, die auch den schlimmsten Klassik-Muffeln unter uns die Geigen-Musik näher bringt – gerade, weil er viel mit »Rock« arbeitet. Wer ihn nicht kennt, dem steht beim Anblick des leidenschaftlichen Musizierens dieses Mannes der Mund offen – zumindest von der Schnelligkeit seines Geigenbogens und der großen Spannbreite von zarten Anschlägen bis hin zu ausdrucksstarken Zügen, die einen in Emotionen entfliegen lassen.

Nicht nur, dass die Zahl seiner Fans von Tag zu Tag steigt, nein, der begnadete Musiker besteigt nun auch die Leinwand. Im Film »Der Teufelsgeiger« spielt er die Hauptrolle des Geigenvirtuosen Niccolò Paganini aus dem 19. Jahrhundert. Wir dürfen uns also auf den Oktober 2013 freuen, in dem das neue Werk des Regisseurs Bernard Rose anlaufen soll.

Weitere Infos rund um David Garrett, seine Musik und seinen Film findet ihr auf seiner Website.

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Ein Streifen der die Welt verändert oder die Hälfte des Himmels

Er handelt von Frauen aus Afrika, Indien, Gewalt, Zwangsprostitution und Armut. Aber es ist kein Weltverbesserungsfilm zweiter Klasse – es ist ein internationaler, emotionaler und sehr authentischer Film über die grausame Welt, mit der sich viele Frauen des 21. Jahrhunderts konfrontiert sehen.

Es fing alles an mit einem Buch, das Nicholas D. Kristof  und Sheryl WuDunn, zwei bemerkenswerte Journalisten, gemeinsam schrieben. Ich könnte ebenso gut sagen »ein Buch, das die Welt verändert«, es muss aber erst noch von mir gelesen werden und ist dank ebay schon auf dem Weg zu mir. »Half the Sky« wurde dann auch die Dokumentation benannt, in der der Autor mit 6 verschiedenen US- Schauspielerinnen 6 verschiebe Gebiete bereist, Opfer befreit, befragt und mit außergewöhnlichen unheimlich starken Frauen redet, die aus der eigenen Hölle entkommen sind und trotzdem noch die Kraft aufbringen, für andere Mädchen und Frauen Wunder zu vollbringen.

Der Film hebt eines besonders hervor: Die Frau braucht Zugang zu Bildung, damit sie sich selbst helfen kann. Dem stimme ich in jeder Hinsicht zu und verschreibe diesen Film deshalb hiermit JEDEM!

Hier könnt ihr euch noch weiter mit dem Thema beschäftigen

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Yoko und Klaas – Das Mysterium vom systematischen Blödsinn

Ohne damit hinter dem Berg halten zu wollen: die beiden Entertainer sind genial. Wahrscheinlich wirken viele der Dinge, die die beiden »verzapfen«, für’s Erste stumpf, hirnlos, teils sehr ekelerregend und ziemlich dreist. Aber abgesehen davon, dass genau das viele Leute sehen wollen, ist es verblüffend wie förderlich ihr für den Erfolg ist und welche Grenzen sie in unserer Gesellschaft überschreiten.

Eine besonders gut konstruierte Aktionsreihe war zum Beispiel »stehen damit es weiter geht«. Bei dieser Initiative stellten sie sich an möglichst bewegte Orte (Straßenbahnschienen, das Ende einer Rolltreppe, Zebrastreifen, etc.), um die Welt zu »entschleunigen«. Ihrem Aufruf folgten etliche.

Auch wenn ein mancher sicherlich der Meinung ist, ihre Späße werden nicht tolerierbarer, wenn man ihnen Namen gibt – aber ich bin allein schon deshalb von ihnen und Olli Schulze begeistert, weil sie unsere Gesellschaft auf den Kopf stellen, mal ein bisschen Wind in die Berlinale bringen oder Menschen auf der Straße und vor dem Fernseher ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

Natürlich bleibt Humor eine sehr subjektive Angelegenheit und so kann ich euch von den beiden wohl auch nur überzeugen, wenn ich damit euren Nerv treffe. Aber sie sind es ja für jeden wohl mindestens Wert, sich das ein oder andere Video bei Youtube anzuschauen. Einfacher wäre es natürlich, einfach Montagabend den Fernseher anzuschalten und um 22.15 Uhr Pro7 zu schauen. Dort stellen sie ab dieser Woche ihr Talent in der neuen Show Circus Halligalli zur Schau. Ob sie hier ihrem umwerfenden Charme beständig treu bleiben sehen wir wohl in einigen Wochen – aber ich bin guter Hoffnung.

Und wenn ihr sie nicht mögt, spielt ihr eben das Spiel »Aushalten«, heute: Wer schafft es, die beiden länger über sich ergehen zu lassen – das wäre wohl ganz in ihrem Sinne.

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Wie verbleiben wir denn jetzt?

Preisfrage: Zu wem gehört dieser Bauch?

Rrrrichtig, es ist der Bauch von Paul Panzer alias Dieter Tappert. Mit dem charakteristischen Blümchen-Hemd und seiner großen Hornbrille, schafft er einen Wiedererkennungswert, der an bodenständiger Originalität kaum noch zu toppen ist. Warum ich so begeistert bin, liegt aber wohl kaum nur an dem kernigen Outfit sondern vielmehr daran, dass ich von seinem Humor hingerissen bin. Teilweise scheinen die Wörter, die in seinen Shows entstehen wie aus der Welt von Urmel aus dem Eis. Zum Beispiel wird ein »st« zu »ts« – ein wahrer Kauderwelsch, der mich zu Weilen in »Hart Backbord« zu Tränen des Lachens verleitete.

Allen, die ihn nicht kennen und ihn mal probieren möchten, empfehle ich, sich mal die Telefonscherze zum Beispiel bei Youtube anzuschauen – es lohnt sich.

Und wenn nicht, dann eben nicht – Humor ist und bleibt eben reine Geschmacksache und ein Fall von subjektivem Empfinden. Doch ich gebe ganz klar grünes Licht für diesen Comedian und verbleibe mit wärmster Empfehlung.

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