Swantje Roersch | Reisen
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Ladies, Wine & Design in Wien

Einen ganz besonderen Abend hatte ich auf meiner Österreich-Italien-Reise mit einigen Frauen in Wien. Auf der Seite der PAGE hatte ich von einer Veranstaltungsreihe gelesen, welche ursprünglich von Jessica Walsh aus New York initiiert wurde.

»Ladies, Wine & a bit of Design« sind mehrere Veranstaltungen über das Jahr verteilt, bei denen sich 6 Frauen auf ein Glas Wein treffen und sich zu einem bestimmten Thema austauschen. Anwesend ist immer eine Art Special Guest, eine Künstlerin oder eine Frau, die besonders intensive Erfahrungen zu einem bestimmten Thema gesammelt hat. Jessica Walsh fiel auf, dass nur sehr wenige leitende Positionen in der Kreativbranche von Frauen besetzt sind und möchte mit diesem Ansatz erreichen, dass Frauen von den Erfahrungen anderer profitieren und sich gegenseitig inspirieren, fördern und stärken.

Unser Abend begann mit einer guten Flasche Wein in dem Garagenraum des Hotels »Am Brillantengrund« in Wien. In dieser gemütlichen Atmosphäre stellten wir uns dann vor und lernten auch die eingeladene sehr eindrucksvolle Illustratorin Frau Isa kennen. Unser Thema für diesen Abend war »Selbstständigkeit« und wir bildeten eine gut ausgewogene Gruppe aus einigen Selbstständigen, einer Studentin, einer Angestellten und einer Weltenbummlerin – alle kreativ aber trotzdem aus sehr unterschiedlichen Bereichen.
Wir galoppierten durch die verschiedensten thematischen Bereiche, warfen Fragen auf, zogen Schlüsse und verabschiedeten uns schließlich hoch motiviert in die kalte Nachtluft. Es war eine wunderbare und ungewöhnliche Erfahrung, die ich bei Zeiten sicherlich noch einmal wiederholen werde!
Mein besonderer Dank geht an Maria Lechner, welche die Veranstaltung aus New York gefranchised, organisiert und ausgestattet hat! Dann also bis zum nächsten »Ladies, Wine & a bit of Design«!

 

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Von Urban Gardening, Design Thinking und meinem Master in Italien

Liebe Leute, es ist zwar schon ein Weilchen her, ich möchte aber wenigstens nicht vollkommen darauf verzichten, euch von meiner Woche in Italien zu berichten! April diesen Jahres machte ich eine kleine Tour von Wien nach Mailand. Und ein Zwischenstopp auf dieser Reise war Bozen!

Ziel dieses Besuches war für mich herauszufinden, ob ich an der Universität in Bozen meinen Master machen will. Angeboten wird dort eine absolute Neuheit: der dreisprachige Master in eco-social Design. Praktischer Weise bot die Uni gerade zu der Zeit eine kostenlose Workshop-Woche zum Kennenlernen und zusammen Arbeiten an. Ohne das genauer zu prüfen, meldete ich mich an und reiste drauf los (ich wusste nur, es ging irgendwie um Urban Gardening).
Am ersten Tag waren Kennenlernen und Teambuilding angesagt: Die unterschiedlichen Teilnehmer stellten sich vor. Neben einigen Bachelor- und Masterstudenten der Uni Bozen, Dozenten sowie Interessenten für die Uni waren außerdem unsere beiden Workshopleiter von openstate aus Berlin dabei (sehr sehr cool, schaut die euch auf jeden Fall an). Da mich aufgrund meiner mangelnden Vorbereitung irgendwie darauf eingestellt hatte, Beete anzulegen, Erdsäcke zu schleppen und mir die Hände dreckig zu machen, war ich mehr als positiv überrascht, als wir begannen, Ziele festzustecken und an einem Konzept zu arbeiten.

Es ging darum, einen Community Garden an der Uni Bozen zu planen und für seine Etablierung und Pflege ein Konzept auf die Beine zu stellen, das sowohl die regionale Gesellschaft in Bozen als auch Unileitung und -studentenschaft angemessen integriert. Wir lernten Design Thinking kennen und arbeiteten in unterschiedlichen Teams an einem Masterplan. Ich konnte Ideen, Erfahrung und sogar gestalterische Skills einbringen. An mehreren Tagen gab es übrigens kostenlose von dem Studentencafé lampele in Supermärkten gesammelte und zubereitete Köstlichkeiten. Die Gastfreundschaft der Menschen dort machte den kleinen, gemütlich italienisch wirkenden Ort mit seinen Gassen und Bögen und Bergen noch traumhafter.

Das Ergebnis der fünf Tage war schließlich eine ansehnliche Ausstellung unserer Arbeitsergebnisse auf einer größeren Veranstaltung der Uni.
Mitgenommen habe ich die Bekanntschaften von super interessanten und lieben Menschen, jede Menge neue Erfahrungen, Know-How, verbesserte Englischkenntnisse und vor allem ein kleines Stückchen Italien in meinem Reiseherzen!

Auch generell, muss ich sagen, habe ich den Ort wie auch die Uni irgendwie in mein Herz geschlossen. Nicht nur die Menschen dort haben mich mit offenen Armen (und einer Couch) empfangen sondern auch die Uni als Ort zum Lernen hat mich sehr inspiriert! Die Werkstätten, die ich dort zu sehen bekam, haben mich wirklich nachhaltig beeindruckt: neben Holz-, Metall- und Kunststoffwerkstätten gab es die Möglichkeit für Laser-Cut, alle möglichen Druckarten und einen Mitarbeiter für jeden Bereich, der einem mit seinem Know-How zur Seite steht – ein Paradies für handwerkliche und haptische Menschen und wahrscheinlich für einen jeden kreativen Studenten!
Feststeht: Falls ich irgendwann noch einmal einen Master machen sollte, dann wohl dort – im diesem kleinen Paradies in Südtirol.

Ich danke Stefania Zanetti für die in diesem Artikel genutzten Fotos. Weitere Bilder findet ihr unter anderem hier.

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Auf den Spuren des Journeyman

Wer von uns kennt es nicht, ein Sehnen nach warmen Tagen, Andersartigkeit und Abenteuer: das Fernweh. Wer einmal im Ausland war oder Freunde hat, die von ihren spannenden Auslandsaufenthalten berichten, zieht es allerspätestens nach seinem Schul- oder Ausbildungsabschluss in die Ferne. Die Möglichkeit, fremde Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen, hat heutzutage jeder von uns. Fliegen ist günstig wie nie zu vor, Universitäten und Arbeitgeber unterstützen den interkulturellen Austausch und sprachliche Fähigkeiten sowie internationale Berufserfahrungen werden bei einer Bewerbung schon fast vorausgesetzt.

Die Zeiten sind also günstig, seinen Rucksack zu packen, den Alltag Alltag sein zu lassen und sich auf die Socken zu machen auf den Weg in sein ganz persönliches Abenteuer.
Einige von uns wagen den Schritt einfach: Machen sich auf den Weg und tauchen für ein paar Wochen ein in eine andere Welt. Zwischen offenen Menschen und ungesehenen Landschaften kann man selbst dabei ein ganz anderer Mensch sein, neue Seiten an sich entdecken, sich neuen Dingen öffnen und am Ende an den Erfahrungen der Fremde über sich hinauswachsen.

Ein schönes Beispiel beschreibt dabei Fabian Sixtus Körner in seinem Buch »Journeyman – 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs«, welches ich euch wärmstens empfehlen möchte. Es sollte in eurem Regal stehen, wenn ihr die Welt bereist oder gerne mal bereisen möchtet. Körner berichtet lebhaft und sehr kurzweilig von seinen Abenteuern, die er auf jedem unserer Kontinente erlebt hat. Als gelernter Innenarchitekt, Hobbyfotograf und selbsternannter Grafikdesigner fällt er dabei von einem aufregenden Job in den nächsten. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, muss ich euch sagen: Lest das Ding. Es geht einem schnell von der Hand, motiviert einen, seinen Rucksack in die Hand zu nehmen und ohne zu überlegen drauf los zu reisen und es inspiriert zu einer ganz neuen Freiheit der Lebensführung. Der Autor streut dabei kurze Fotostrecken der einzelnen Anekdoten sowie QR-Codes mit Links zu seinem Blog ein, auf dem man weitere Details lesen sowie Fotos und Videos bestaunen kann.

Als Kreative fühle ich mich von ihm besonders verstanden und angesprochen. Die Arbeiten und Auftraggeber, denen sich Körner stellt, machen mich neugierig auf die Welt dort draußen und heizen mich an, selbst meine Sachen zu packen und für internationale Kunden und Organisationen zu arbeiten. Hochmotiviert und voller Energie freue ich mich auf die Reisen, die da im Jahr 2016 noch kommen mögen und auf die Geschichten, die ICH euch dann erzählen kann!

Also hin zum Buchladen und rein in den Schmöker. Lasst euch mitreißen und stellt euer Leben auf den Kopf!

 

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