Swantje Roersch | kiva
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Kaum ist das Geld zurück, ist es schon wieder ausgegeben.

Jeder kennt es: Das Gehalt, das Taschengeld oder das Ersparte vom Geburtstag ist auf dem Konto und jetzt muss man es gleich in den Umlauf bringen – wenn es nicht schon längst für etwas ausgegeben wurde. Doch hier geht es irgendwie um etwas anderes…

Ihr seid irgendwann in einem Alter, in dem ihr ein Haus bauen wollt. Leider fehlt euch aber das Geld. Wie gut, dass ihr kreditwürdig seid, und ihr euch etwas von Bank leihen könnt! Vielen Menschen, besonders Frauen, wird ein solcher Kredit in vielen Ländern nicht gewährleistet. Aus diesem Grunde gibt es das System des Mikrokredits. Wenn euch das Thema interessiert, schaut gerne noch mal in meinen ersten Artikel zu diesem Thema.
Ich habe jetzt schon seit einiger Zeit meine beiden vergebenen Kredite von jeweils 25$ zurückerhalten und kann diese nun wieder für andere Menschen einsetzen. Ich setze die 50$ für zwei weitere Projekte ein. Einerseits helfe ich einer Frau aus Kambodscha bei dem Bau ihres Hauses, andererseits einer Gruppe Frauen aus dem Kongo (DRC) bei dem Wiederverkauf von Second-Hand Schuhen.

 

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Spenden mit Geld-zurück-Garantie

Menschen helfen, Geld zur Verfügung stellen, Geld zurück bekommen!

Es gibt vielleicht den einen oder anderen, bei dem es jetzt hoffentlich klingelt: Es geht um Mikrokredite, die jeder von euch nutzen kann, sodass euer Geld nicht auf irgendeinem Konto verrotten muss.

Ich habe die Organisation Kiva für mich entdeckt (nicht ohne den Wink eines gewissen Buches), welche als Vermittlungsstelle zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern dient. Ohne jetzt einen ausführlichen Vortrag über Vor- und Nachteile zu halten, möchte ich euch oder denen, die dieses Prinzip noch nicht kennen, kurz sagen, worum es dabei geht.
Ihr bekommt in diesem Beispiel Menschen vorgestellt, die für ihre Projekte Geld benötigen. Dies kann vom Verkauf von Donuts über den Bau des eigenen Hauses bis hin zum großspurigeren landwirtschaftlichen Anbau sowie An- und Verkauf von Gütern gehen. Diese Menschen stellen dann eine Summe aus, die sie für dieses Projekt benötigen. Als Geber kann man nun ab einem Betrag von 25$ zu dieser Summe beitragen. Das heißt: Ein Mensch hat dann einen oder unter Umständen ganz viele Kreditgeber, die ihm das Geld für die Zeitspanne von 6-18 Monaten zur Verfügung stellen.
Im Anschluss zahlt dieser Mensch das Geld dann wieder zurück und es kann damit entweder wieder ein anderes Projekt unterstützt werden oder man lässt sich das Geld auszahlen (bitte informiert euch genau, falls ihr interessiert seid).Das mag euch spanisch vorkommen mit der Geld-zurück-Garantie. Es ist auch nicht wirklich eine Garantie, aber die Rückzahlungsrate liegt laut Kiva bei 98,13% (2009) und die geprüfte Bonität der Menschen wird im jeweiligen Steckbrief mit angegeben).

Fatou’s Group in Senegal

Ich war begeistert von diesem wirtschaftlichen Projekt und habe umgehend angefangen, bei zwei Krediten mit je 25$ mitzuwirken.
Der eine ist für die Reisplantage von Bunthol, einer Frau aus Kambodscha. Den anderen habe ich für Fatou’s Group aus dem Senegal eingesetzt, die ein Geschäft mit dem An- und Verkauf von Kleidung aufgebaut haben. Diese Frauengruppe hat schon viele Male einen Kredit bei Kiva aufgenommen und ihn auch zurückgezahlt und konnte so mit ihrem Geschäft immer mehr erreichen.

Ich finde, es ist eine unglaublich tolle Sache.
Informationen zur Organisation findet ihr auf der Website von Kiva oder auf der deutschsprachigen Hilfe-Seite von Kiva
Ich bitte euch aber trotzdem, unbedingt noch mal den nächsten Absatz zu studieren.

Selbstständig denken

Ich muss, denke ich, bezüglich des letzten Artikels noch einmal etwas klarstellen: Ihr müsst selbst denken.
Wenn es darum geht, dass ihr Geld spendet, oder sonst irgendetwas tut, um Menschen zu helfen, und dafür eure finanziellen, sachlichen oder auch nur zeitlichen Mittel verwendet, müsst ihr euch erst einmal selbst informieren.
Auch ich habe mich vor meiner Patenschaft und auch vor meinem Mikrokredit informiert, Bewertungen gelesen, Debatten und Diskussionen verfolgt, kurz: beidseitig recherchiert. Kriterien könnten zum Beispiel Auszeichnungen wie das DZI-Spendensiegel oder der Transparenzpreis sein und ihr werdet schnell merken, dass es noch viele weitere Kriterien gibt und dass es da gar nicht mal so einfach ist durchzublicken.

Ich finde es selbst wirklich schade, dass Organisationen das Vertrauen der Menschen immer wieder mit fahrlässigem Umgang mit den Spendengeldern brechen. Und ich denke es gibt bestimmt keine Entwicklungshilfe, die nicht im entferntesten Winkel in irgendeiner Weise auch eine kleine negative Wirkung auf ein System hat. Doch ich finde es wichtig, sich für solche Projekte einzusetzen.

Also: Informiert euch (!) und entscheidet ganz für euch allein, ob ihr für dieses oder jenes eintreten wollt oder nicht.

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