Schön das du da bist! Ich bin Swantje – Wordkünstlerin, Illustratorin & Marken-Gestalterin. Schau dich gerne um.
25401
home,paged,page-template,page-template-blog-large-image-whole-post,page-template-blog-large-image-whole-post-php,page,page-id-25401,paged-3,page-paged-3,stockholm-core-1.2.1,select-theme-ver-5.2.1,ajax_fade,page_not_loaded,wpb-js-composer js-comp-ver-6.2.0,vc_responsive
Title Image

Von Klippschliefern, Naturidylle und unsichtbaren Gefahren

Ich sitze in Hermanus an eine Felswand gelehnt und lausche dem tosenden Brechen der Wellen, die an den herausragenden Felskanten zerbersten. Eine kleine Brise weht – nicht zu vergleichen mit dem unbändigen Wind, der die letzten Tage diese kleine Stadt bestimmt hat. Eine kleine Brise, in der ein Möwe sich genüsslich treiben lässt, leicht wie eine Feder. Ein Falter fliegt in schwingenden Bewegungen direkt an mir vorbei, ein Klippschliefer schaut neugierig um die Ecke, um sich zu versichern, dass ich technisch ausgestatter Eindringling keine Gefahr für die Familie darstelle. Er nähert sich neugierig, bleibt aber in sicherer Entfernung und macht sich schließlich wieder von dannen. Die Zeit scheint still zu stehen. Ich fühle mich wie ein Besucher in einer Welt, die wir so oft nur noch durch die HD Oberfläche unseres Fernsehers in einer Mare Dokumentation betrachten oder im Vorbeigehen über einen kleinen Wanderweg mit einem Blick streifen und dann schnell wieder aus den Augen verlieren. Es ist so viel atemberaubender, den von Menschenhand gemachten Pfad auf ein paar Meter zu verlassen und sich der Umgebung, den Gerüchen, Tieren und Geräuschen einmal voll und ganz hinzugeben, eins zu werden. Plötzlich schärfen sich die Sinne, kleine Tiere, Dinge und Bewegungen werden relevanter. Hinter jede Ecke könnte ein unerwartetes Ereignis warten, ein kleines Wunder geschehen, ein unglaubliches Wesen wohnen.

Ich spüre einen ganz feinen Sprühnebel in der Luft, der von den zerschellenden Wellen herüber weht. Es ist friedlich hier. Die einzigen, die ein wenig Unruhe verbreiten, sind eine Gruppe von Möwen, die sich gegenseitig von den Sonnenplätzen auf den Steinen vertreiben und ein paar Klippschliefer, welche aufgeregt über einen Felsen jagen.

Bei meinen kleinen Ausflügen auf eigene Faust spüre ich neben der Natur auch ganz besonders die Wirkung des Alleinseins. An einem Ort wirklich allein zu sein, oder viel mehr sich allein zu fühlen, löst so viele Gedanken aus. Man verspürt keine Scham, für nichts. Warum auch, wenn der einzige, der über einen urteilen könnte, der singende Vogel auf dem Zweig oder der Klippschliefer auf dem nächsten Stein ist?

Auch gibt es keinen Neid, keine Rachsucht oder die Angst, jemand könnte einen bestehlen oder es auf einen abgesehen haben. Natürlich weiß ich nicht sicher, dass niemand da ist. Schließlich kann ich trotzdem überfallen werden oder ausgeraubt oder vergewaltigt. Diese Dinge kann man nie ausschließen. So gesehen bedeutet »allein« zwar erst mal Frieden aber keinesfalls, dass man sich außer Gefahr befindet. Doch was bedeutet Gefahr? Ist sie überhaupt da? Ist sie real? Und wenn ja, wie gehe ich ihr aus dem Weg? Ein interessantes Erlebnis hatte ich auf einer kleinen Wanderung auf eigene Faust im Fernkloof Nature Reserve von Hermanus. Dieses gilt so weit als sicher, mein Gastgeber in Hermanus wies mich allerdings darauf hin, dass in diesem Gebiet durchaus Schlangen zu finden seien (er betonte dies auf Grund einer Schlangenphobie mehrere Male). Ich dachte gar nicht mehr daran und tappelte fröhlich durch die schmalen, teils steilen Pfade. Mein Weg machte gerade eine Kurve, als neben meinem rechten Fuß eine kleine Schlange aus dem Dickicht schoss und in mitten des Weges liegenblieb. In heimischen Wäldern hätte mir das sicher nichts ausgemacht, aber hier wurde mir doch unwohl bei dem Gedanken, ihr zu nahe zu kommen. Ich wartete einige wenige Minuten, doch sie wollte den Weg nicht freigeben und ich war nicht tapfer genug, sie dazu zu zwingen. Da ich nicht auf eine andere Route ausweichen konnte, kehrte ich um. Im Nachhinein, muss ich jedoch feststellen, war das grober Quatsch. Weiter zu gehen oder zurückzugehen war ungefähr gleich gefährlich. Es hätte genauso gut zwei Meter nach meiner Kehrtwende die nächste Schlange aus dem Dickicht schießen können. Gefahr kann überall sein, so lange sie unsichtbar ist. Aber habe ich nun mehr Angst vor der Schlange, wenn sie direkt vor mir liegt, oder mehr, wenn ich sie gar nicht erst entdecke? Habe ich mehr Angst, vor dem grimmig dreinblickenden Mann, den ich vor mir stehen sehe oder mehr, wenn ich keinen sehe und mir bloß vorstelle, es könnte jeden Moment ein Vergewaltiger hinter der nächsten Ecke hervorspringen? Nun ja, sagen wir mal so: Der Mann, den ich sehe, ist real und immerhin ein kalkulierbares Risiko. Kann sein, dass er mich angreift, oder bedroht – kann auch sein, dass er einen schlechten Tag hat und nur deshalb grimmig schaut. So oder so kann ich selbst die Entscheidung treffen, wie ich diesem Mann begegne oder wie ich mit ihm umgehe. Und mit den Gefahren, die ich nicht sehe, ist es wahrscheinlich gar nicht so anders.

Was aber, wenn es eine Gefahr ist, von der ich noch gar nichts weiß? Die Gefahr, die man nicht kennt, ist die schönste von allen, weil man keine Angst vor ihr hat. Es geht wohl um Kenntnis oder Unkenntnis – um Wissen. Man sollte also einiges an Ortskenntnis und Grundwissen mitbringen, um sich irgendwo »sicher« bewegen zu können. Und doch muss ich sagen, möchte ich nicht alle Negativ-Beispiele und Horror-Geschichten hören. Es ist vielleicht ein bisschen zu vergleichen mit dem Googlen von Krankheiten: Je mehr man sich durchliest oder anhört, desto sterbenskränker ist man am Ende des Tages.

Es ist also eine Mischung aus Wissen, Abwägen der Wahrscheinlichkeiten, kalkuliertem Risiko und gesundem Menschenverstand, die anzuwenden ist. Fast alles andere fällt unter die Kategorie Pech – und das kann man überall auf der Welt haben.

Der kleine Klippschliefer hat ein aggressives Gesicht aufgesetzt, nähert mir sich immer wieder und lässt auch nicht locker. An dieser Stelle beende ich meine Schreiberei – ich bin schließlich bei ihm zu Besuch und möchte keine Gefahr für ihn darstellen in dieser kleinen heilen friedlichen Welt.
Ich verlasse diesen ruhigen wundervollen Ort, leergeschrieben für den ersten Moment. Und so schnell kann es gehen, dass man mit einer ruhigen idyllischen Szenerie beginnt und bei Angst, Gefahr und Vergewaltigern endet. Aber das passiert eben manchmal, wenn man sich seinen Gedanken hingibt..

0

Der Nabel nach Hause oder was vom Reisen übrigbleibt

Ich bin nun schon ein kleines Weilchen unterwegs – nicht viel länger als bei einem gewöhnlichen Urlaub, aber lange genug, um Whatsapp-Texte, Sprachnachrichten und Mails zu bekommen von Menschen, die sich nach mir erkundigen. Das ist ja in keinem Fall etwas Schlechtes, sondern ganz im Gegenteil ein Zeichen von Anteilnahme und menschlicher Nähe. Ich freue mich, die Stimmen meiner Lieben zu hören, Fotos von zu Hause zu sehen und/oder Geschichten, Storys oder eine Bitte um Rat gesendet zu bekommen. Ich weiß das zu schätzen – ich liebe die Menschen, die mich umgeben.

Trotzdem beschäftigt mich dieser Nabel nach Hause natürlich. Wenn man früher man etwas weiter weg war, war die einzige Möglichkeit, die Menschen in seiner Heimat zu erreichen, ihnen einen Brief zu schreiben oder sie anzurufen. Das klingt ja erst einmal unfassbar drastisch, hat allerdings einen unschlagbaren Vorteil: Man war damals noch »richtig« weg. Um heute eine derartige Isolation zu erreichen, führt eigentlich kein Weg daran vorbei, sein Smartphone oder jegliche andere technische oder mit dem Internet verbindende Geräte zu Hause zu lassen. Wenn wir heute weg gehen, bleiben irgendwie trotzdem da. Und da beginnt das Paradox, das einen Reisenden in den Wahnsinn treiben kann – eigentlich uns alle täglich in den Wahnsinn treibt: Wir befinden uns automatisch an mehreren Orten gleichzeitig. Das „im Hier und Jetzt leben“ bekommt eine ganz neue Bedeutung und Komplexität, wenn es ein anderes Hier und Jetzt ist, als jenes, das wir unseren Alltag nennen. Ich möchte wirklich keine Moralpredigten zu dem ganzen Thema halten. Wir wissen das alles ja eigentlich alle. Wir tun eben nur nichts dagegen. Mal nicht up-to-date zu sein, nicht über alles Bescheid zu wissen und nicht ebenso alles von uns zu teilen, scheint in unserer Wissensgesellschaft der absolute Killer.

Ich habe kürzlich mit einem Filmproduzenten gesprochen, der für ein Unternehmen, Videos von Touristentouren dreht. Er erzählte mir, dass er ab und zu nur so tue, als wenn er filme, weil es Momente gibt, die er gerne für sich behält und nicht mit anderen teilen mag. Das klingt im ersten Moment egoistisch, ist aber meiner Meinung nach genau das Gegenteil. Manchmal müssen wir an uns selbst denken, und manchmal gibt es Dinge, die einzig und allein uns gehören und nicht geteilt werden müssen.
So kann »Sharing« eben auch »Not Caring« bedeuten: Wenn wir uns nur noch darauf versteifen, alles mitzunehmen und dem Rest der Welt zu zeigen, vergessen wir, uns um den Moment zu scheren, uns um uns selbst zu kümmern.
Und manche Dinge kann man eben auch gar nicht teilen. Es ist meistens schier unmöglich, einen Moment in einem Bild festzuhalten. Wir können zwar versuchen, die Landschaft aufzunehmen, einen Menschen abzubilden, eine bestimmet Lichtstimmung einzufangen oder ein Video zu drehen. Das was wir spüren, wenn wir einatmen und die Luft riechen, was wir spüren, wenn wir über die Oberfläche von warmen Holz streichen, durch weißen Sand gehen, einen Menschen berühren, mit dem wir eine Geschichte teilen oder an was wir denken, wenn wir die Augen schließen – das gehört nur uns und kann uns mit keinem Bild der Welt genommen werden.

Ich möchte aber noch einmal zurück kommen auf die Form des Reiseberichtes. Wie kann und/oder will ich meine Reise für mich, meine Lieben und den Rest der Welt festhalten? »Ich«, »meine Lieben« und »der Rest der Welt« unterscheiden sich dabei ja schon einmal im Grundsatz. Natürlich müssen Familie und Co, wissen, wo ich in etwa bin und dass es mir gut geht – das ist aber in Zeiten unserer krassen Verkabelung/Vernabelung kein großes Kunststück und bedarf keiner weiteren Gedanken. Das betrifft ja auch mehr das „Ich bin jetzt hier oder dort.“ oder das „Es geht mir gut.“.
Wie ist es aber mit einer nachhaltigeren langfristigeren Art der Erzählung? Ich könnte für mich selbst ein privates Tagebuch führen, so wie zum Beispiel das Textdokument, in dem ich gerade schreibe. Ich könnte meine Erlebnisse und Erfahrungen auch mit allen anderen teilen – etwas anderes ist ein Weblog („Blog“) ja schließlich nicht. Ich könnte es auch auf die spitze treiben und einen Vlog drehen und mein Erlebtes für meine Mitmenschen so noch greifbarer und nacherlebbarer darstellen. Das Problem ist nur, dass ich eigentlich gar keine Lust habe, meine Welt den halben Tag nur durch die Kamera wahrzunehmen und die andere Hälfte des Tages damit zu verbringen, das abgedrehte Material zu bearbeiten, zu schneiden und mit fancy Youtuber-Musik zu hinterlegen. Ich bin auch nicht die, die sich jeden Tag einmal vor die Kamera setzt und was von ihren Erlebnissen erzählt. Vielleicht wird das noch – jeder ändert mal seine Meinung und noch ist nicht aller Tage Abend. Das Problem ist aber, dass ich mich selbst nicht unbedingt gerne reden höre, geschweige denn auf einem Bildschirm sehen mag.
Aber sind wir mal ehrlich: Muss aus allem, was wir als Menschen von uns geben oder produzieren immer und immer wieder ein Gewinn gezogen werden– sei es Geld, Anerkennung oder das bloße »Weiterkommen«? Können wir nicht einfach mal etwas tun, um es zu tun?
Ich fühle mich beim Schreiben gerade so. Ich fühle mich, als würde ich einen Tisch bauen, meine Arbeitskraft, meine Fähigkeiten und meinen Schweiß hineinstecken und ihn dann auf die Straße stellen und sagen: Lasst uns daran speisen oder darauf Karten spielen oder sonst etwas tun, das uns gemeinsam Freude bereitet. Ich sage gar nicht, dass ich hier einen hervorragenden Tisch baue oder das er schön ist oder einzigartig oder sonst was. Es ist der Tisch, der er ist und ich möchte ihn teilen, fertig aus. Und wenn ich schließlich allein an ihm sitze, werde ich in irgendeiner Form eine hervorragende Zeit mit ihm haben.
So viel zu Kommunikation, Reiseberichten und Tischen. Bis zum nächsten Gedankenauflauf, Swanni

 

0

Schreiben im Flugmodus

Ich bin auf dem Weg und sitze am Flughafen. Das erste, womit ich auf meiner Reise beginnen möchte, ist, mich frei zu schreiben. Sobald ich mein Blog öffne, einen neuen Artikel anlege und dann anfange zu tippen, kommt entweder Stumpfsinn dabei rum oder ich verliere bereits nach wenigen Minuten die Lust daran. Das mag daran liegen, dass dem Schreiben durch die Veröffentlichung auf einer Art offizieller Seite unmittelbar ein direkter Zweck zugeschrieben wird. Ich weiß, dass alle es lesen können, ich gebe mir Mühe, dem Publikum zu gefallen und ich denke viel zu lange über jeden einzelnen Satz nach. Früher habe ich meine Texte immer in einem Texteditor geschrieben. Dort wird nichts umgebrochen, es wird nichts autokorrigiert und meine Gedanken werden nicht gleich in irgendein Format gequetscht. Es geht dann beim Schreiben auch noch gar nicht darum, wer den Text lesen soll oder wird, sondern nur darum, dass ich mir meine eigenen Gedanken vergegenwärtige – quasi visuell reflektiere. Es gibt Situationen im Leben, die man durchlebt aber erst akzeptieren oder genießen kann, wenn man sie seinem besten Freund, seiner besten Freundin, einem seiner Elternteile oder einer sonstigen vertrauten Person erzählt hat. Das Erlebte oder der Gedanke werden erst dann real. Jetzt gerade, in diesem Moment des Schreibens, bin ich selbst meine vertraute Person. Ich erzähle es einmal aktiv mir selbst und kann eine ganz neue Perspektive einnehmen, einen ganz neuen Gedanken dazu haben. Es ist wie eine Konversation, ein Monolog, der mich auf neue Ideen, anknüpfende Erkenntnisse und wieder weiterführende Monologe bringt.
Wir alle führen Monologe in unserem Kopf. Doch sie nieder zu schreiben, gleicht einem Dialog, den man mit einer vergangenen Version seiner Selbst führt. Der geschriebene Gedanke verliert im Moment des Schreibens an Aktualität allein deshalb, weil man ihn während des Schreibens im Kopf weiterdenkt und ihm etwas neues hinzufügt.
Wenn man etwas weder tun noch bloß darüber nachdenken will, kann man es aufschreiben und man wird dem Tun, den Gründen es zu tun oder nicht zu tun, dem Ergebnis, das man erwartet oder nicht erwartet, oder dem Ding selbst viel näher kommen – allein, weil man es in die reale Welt holt, es festhält. Denken ist ja von Natur aus irgendwie passiv. Durch das Schreiben aber erzeugen wir einen realen aktiven Output. Wir »veröffentlichen« den Gedanken, machen ihn für andere zugänglich – und das weitaus nachhaltiger und reflektierter als bei einer Erzählung. Das, was wir niederschreiben, durchläuft eine Art von Filter – manches einen grob- manches einen engmaschigeren.
Vielleicht ist der Vergleich zu einem Prisma angebracht. Gedanken wären dann das Licht, das auf der einen Seite einfällt und aus der Stiftspitze oder der Tastaturcursor in gebündelter Form wieder austritt. Wie rein dieses Licht ist oder wie oft es durch Korrekturen gebrochen oder gebogen wird, kommt auf den Schreibenden und den Lesenden an. Das Licht scheint mir nebenbei gesagt eine sehr schöne Metapher für einen Gedanken zu sein – ist es doch ebenso flüchtig und ungreifbar, kann es doch verschiedene Intensitäten annehmen, je nach Perspektive und Umgebung anders gesehen oder interpretiert werden und schließlich einfach im Schatten verschwinden. Wie sinnvoll der Begriff »Erleuchtung« in diesem Zusammenhang doch scheint…
So gesehen tappt jeder von uns in einer Dunkelheit, die wir nur durch unsere Gedanken erleuchten und erschließen können. Alles in unserer Welt, das wir sehen ist physisch gesehen nur Licht. Könnte man weitergehend metaphorisch also sagen, dass alles, was wir sehen, nur Gedanken sind? Ist das größte Licht, die Sonne also der einzig große und wahre Gedanke – eine alles durchdringende Idee?
Ich weiß, dass diese Gedanken im Rahmen eines »Reiseberichtes« deutlich zu weit führen. Ich frage mich selbst, wie ich von der Bedeutung des Schreibens zur Hinterfragung unserer Existenz gekommen bin. Ich denke aber, dass es eben dies ist, was mir gefehlt hat. Mich beim Schreiben von meinen Gedanken treiben zu lassen und mir einen Satz mit dem nächsten zu beantworten, ohne je eine Frage gestellt zu haben.

Mein einziges Problem mit diesen freien Texten ist, dass ich sie am Ende meistens doch teilen möchte – und wenn es nur ist, um »mein Licht« mit anderen Menschen zu teilen und einen metaphorischen Regenbogen zu erzeugen. Vielleicht suche ich eben dies: dass diese Gedanken bei einem Lesenden, der sich in einem mentalen medienüberfluteten Dauerregen zu befinden glaubt, für einen kurzen Moment einen Regenbogen sieht. Ich möchte weder großkotzig behaupten, ich könnte gedankliche Regenbögen erzeugen, noch in einem textlichen Happy-End-Finale schließen. Es ist eben einfach so aus mir herausgesprudelt und da kommt dann eben manchmal auch philosophisches Konfetti bei herum – sollte ich diesen Text veröffentlichen und euch die gedankliche Einhorn-Kotze nicht gefallen, lest was anderes. Hier wird jetzt mal gegessen, was auf den Tisch kommt!

Ich wollte hier im Terminal sitzend mit einem Reisebericht anfangen. Ich habe faktisch noch nichts weiter beschrieben, als dass ich am Flughafen sitze. Und doch habe ich umso mehr das Gefühl, mich mitten in einem berauschenden euphorischen Beginn einer Reise zu befinden – einer ehrlichen, ungeschminkten und ungewissen Reise.

0

Von Urban Gardening, Design Thinking und meinem Master in Italien

Liebe Leute, es ist zwar schon ein Weilchen her, ich möchte aber wenigstens nicht vollkommen darauf verzichten, euch von meiner Woche in Italien zu berichten! April diesen Jahres machte ich eine kleine Tour von Wien nach Mailand. Und ein Zwischenstopp auf dieser Reise war Bozen!

Ziel dieses Besuches war für mich herauszufinden, ob ich an der Universität in Bozen meinen Master machen will. Angeboten wird dort eine absolute Neuheit: der dreisprachige Master in eco-social Design. Praktischer Weise bot die Uni gerade zu der Zeit eine kostenlose Workshop-Woche zum Kennenlernen und zusammen Arbeiten an. Ohne das genauer zu prüfen, meldete ich mich an und reiste drauf los (ich wusste nur, es ging irgendwie um Urban Gardening).
Am ersten Tag waren Kennenlernen und Teambuilding angesagt: Die unterschiedlichen Teilnehmer stellten sich vor. Neben einigen Bachelor- und Masterstudenten der Uni Bozen, Dozenten sowie Interessenten für die Uni waren außerdem unsere beiden Workshopleiter von openstate aus Berlin dabei (sehr sehr cool, schaut die euch auf jeden Fall an). Da mich aufgrund meiner mangelnden Vorbereitung irgendwie darauf eingestellt hatte, Beete anzulegen, Erdsäcke zu schleppen und mir die Hände dreckig zu machen, war ich mehr als positiv überrascht, als wir begannen, Ziele festzustecken und an einem Konzept zu arbeiten.

Es ging darum, einen Community Garden an der Uni Bozen zu planen und für seine Etablierung und Pflege ein Konzept auf die Beine zu stellen, das sowohl die regionale Gesellschaft in Bozen als auch Unileitung und -studentenschaft angemessen integriert. Wir lernten Design Thinking kennen und arbeiteten in unterschiedlichen Teams an einem Masterplan. Ich konnte Ideen, Erfahrung und sogar gestalterische Skills einbringen. An mehreren Tagen gab es übrigens kostenlose von dem Studentencafé lampele in Supermärkten gesammelte und zubereitete Köstlichkeiten. Die Gastfreundschaft der Menschen dort machte den kleinen, gemütlich italienisch wirkenden Ort mit seinen Gassen und Bögen und Bergen noch traumhafter.

Das Ergebnis der fünf Tage war schließlich eine ansehnliche Ausstellung unserer Arbeitsergebnisse auf einer größeren Veranstaltung der Uni.
Mitgenommen habe ich die Bekanntschaften von super interessanten und lieben Menschen, jede Menge neue Erfahrungen, Know-How, verbesserte Englischkenntnisse und vor allem ein kleines Stückchen Italien in meinem Reiseherzen!

Auch generell, muss ich sagen, habe ich den Ort wie auch die Uni irgendwie in mein Herz geschlossen. Nicht nur die Menschen dort haben mich mit offenen Armen (und einer Couch) empfangen sondern auch die Uni als Ort zum Lernen hat mich sehr inspiriert! Die Werkstätten, die ich dort zu sehen bekam, haben mich wirklich nachhaltig beeindruckt: neben Holz-, Metall- und Kunststoffwerkstätten gab es die Möglichkeit für Laser-Cut, alle möglichen Druckarten und einen Mitarbeiter für jeden Bereich, der einem mit seinem Know-How zur Seite steht – ein Paradies für handwerkliche und haptische Menschen und wahrscheinlich für einen jeden kreativen Studenten!
Feststeht: Falls ich irgendwann noch einmal einen Master machen sollte, dann wohl dort – im diesem kleinen Paradies in Südtirol.

Ich danke Stefania Zanetti für die in diesem Artikel genutzten Fotos. Weitere Bilder findet ihr unter anderem hier.

0

»Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregungen zur Achtsamkeit«

Und schon wieder, muss ich euch von einem Bestseller berichten! Warum ich so viel lese zur Zeit? Meine Anspannung weicht immer mehr einer Gelassenheit, die es mir erlaubt, in guten Büchern zu versinken und Tee zu trinken – ganz ohne Hast.

Und genau darum geht es auch in dem neusten Buch von Frank Berzbach „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregungen zur Achtsamkeit“. Nach »Kreativität aushalten – Psychologie für Designer«, dem ersten tollen Werk von Berzbach, das ich gelesen habe, beleuchtet der Autor dieses Mal nicht so stark den Alltag und die Arbeitsweise eines kreativen Menschen, sondern geht vielmehr auf den allgemeinen Wandel unserer Arbeitswelt ein und wie wir damit umgehen. Er zitiert und kommentiert die Erfahrungen von etlichen großen Köpfen und legt die Gewichtung dabei ganz besonders auf die Grundsätze von Zen, die Erkenntnisse von Mönchen und Gelehrten sowie die Lehren des Buddhismus und Teeismus. Da ich auch bei diesem Buch keine Spoilerei betreiben möchte und euch unvoreingenommen auf das gute Stück loslassen möchte, sei nur so viel gesagt: Es lohnt sich und es wird euer Leben sicher ein Stück weit verändern. Wie schon der Titel verrät, richtet sich das Buch hauptsächlich an kreative Leute, aber ich bin mir sehr sicher, dass auch ein Jedermann jede Menge Weisheit in diesem guten Stück findet.
Für Liebhaber von einem ehrlichen echt gedruckten Buch und besonderer Haptik ist das Cover des Ganzen außerdem eine echte Offenbarung! Ein sanfter Einband und Metallic-Effekte versüßen euch das Leseerlebnis. Auch im Inneren kommt ein Fan der guten Gestaltung auf seine Kosten: Wichtiges wird zitiert und hervorgehoben und eine übersichtliche Navigation sorgt für kontinuierlichen Durchblick!
31Sollte ich euch heiß gemacht haben, könnt ihr es gleich hier bestellen!

Lest auch meinen Artikel zu »Kreativität aushalten« oder werft einen Blick in die Special Edition, die ich während meines Studiums im Rahmen des Faches Art Direction für das Buch entworfen habe.

 

0

Ist wirklich alles schön und gut?

Schön und gut sind wohl zwei der ältesten Rivalen ever! Egal in welchem Bereich – sie konkurrieren, seit wir denken können, und das in fast jedem Bereich unseres Lebens. Können die beiden nicht einfach Freunde werden?

Je länger ich nun in meinem Beruf arbeite und je mehr mir die Bedeutung meiner Arbeit bewusst wird, desto öfter frage ich mich, wie ein Produkt oder eine Marke im gesellschaftlichen Zusammenhang steht.
Mein Wunsch und mein ständiges Bestreben ist, mit meiner Arbeit – mit Design – Gutes zu tun, etwas zu bewirken und (wenigstens ein kleines bisschen) die Welt zu verändern. Und ich weiß, dass ein direkter Weg dorthin die sachgemäße und verständliche Aufbereitung von Informationen ist. Optimaler Weise steht das Endprodukt in meinen Augen dann in Mitten von Funktionalität, Ästhetik und sozial-ökologischem Bewusstsein. Kommt noch die Ebene des Preises dazu, bewegen wir uns in einem Spagat zwischen den Extremen:
Welche Gestaltung kann ich mit mir selbst vereinbaren? Ich möchte etwas zu einer besseren Gesellschaft beitragen, habe aber einen großen ästhetischen Anspruch. Ich muss bestimmte Preise verlangen, will aber mein Hauptaugenmerk nicht ausschließlich auf Profit und Kommerz legen. Ich will Design machen, das eine schöne Oberfläche hat, es soll aber auch inhaltlich etwas hergeben und in seinem Zweck funktional und sinnvoll sein.

Ich ertappe mich selbst oft dabei, wie ich durch den Supermarkt oder einen beliebigen anderen Laden gehe und stets zu dem Produkt greife, das besonders schön gestaltet ist – ob es sich dabei um eine Chips-Tüte handelt oder einen Klamotten-Label ist völlig Banane. Wenn mir auf den ersten Blick eine Geschichte erzählt wird oder eine geniale Idee im Design verankert ist, schlägt mein Gestalter-Herz höher und ich bin gleich bereit, mehr für das Produkt auszugeben.
Letzten Endes bindet uns unter anderem genau diese Entscheidung an Marken, ihr Auftreten und ihre Aussagen. Umso trauriger bin ich manchmal, wenn ich Marken oder Produkte sehe, die eine tolle Aussage haben oder einen Beitrag für unsere Welt leisten, es dem Betrachter aber nicht ausreichend kommuniziert wird.
Das Gegenteil macht es aber nicht besser, nämlich wenn eine Marke genau das kommuniziert und mir dabei kackfreck ins Gesicht lügt. Wer hält seine Markenversprechen und wer nicht? Oft genug betreiben Firmen »greenwashing« und führen uns letztlich sogar gerade durch die Gestaltung hinters Licht.

Mit welchen Marken und Produkten kann ich mich also umgeben, um als »bewusst lebende Designerin« in meinem kleinen Biotop glücklich zu werden? Gibt es welche, die funktional, ökologisch und sozial wertvoll, ehrlich, preislich vertretbar und auch noch schön sind? Ist das nicht vielleicht ein bisschen viel verlangt?
Wahrscheinlich kommt es auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen all diesen Faktoren an und es bleibt natürlich eine Sache der Priorität des einzelnen. Ich möchte hier in Zukunft immer mal wieder ein paar Marken und Produkte aus meinem Leben auf diese Aspekte hin untersuchen und euch kritisch verschiedene Ansätze gegenüberstellen. Glaubt mir, ich bin so gespannt wie ihr – und ich wünsche uns viel Spaß!

0

Wir sind alle unzufriedende Streber!

Ich kam neulich zu einer Erkenntnis, von der ich nicht weiß, ob sie mich beruhigt oder verzweifeln lässt. Und zwar habe ich mir Gedanken gemacht über das Thema Zufriedenheit. Es ist eigentlich ganz gleich, was wir tun – wir wollen mehr.
Wenn wir eine bestimmte Summe an Einkommen haben, haben wir diesen und jenen Wunsch, für den wir aber ein wenig mehr verdienen müssten. Dann rackern wir uns ab und schaffen es, mehr zu verdienen, erfüllen uns unseren Wunsch, haben dann allerdings einen neuen vielleicht viel teureren Wunsch, sind somit trotzdem nicht zufrieden und fangen praktisch wieder von vorne an.
Gleich diesem Beispiel kommt unser Zustand, wenn uns das Fernweh kitzelt. Wir reisen an einen Ort, den wir schon immer sehen wollten, und kaum sind wir da, fallen uns 5 weitere Orte ein, die wir aufsuchen wollen. Ein Ziel zu erreichen, genügt uns nicht im ständigen Streben nach mehr. Es scheint viel mehr ein Weg zu sein, der, ganz ohne ein Ende in Aussicht zu stellen, weit in die Zukunft reicht.
Es scheint, als würde jede Handlung in uns ein Verlangen nach einer anderen Handlung auslösen. Ein ständiges Bewegen und selbst verschuldetes Abmühen – fast so als würden wir den Berg aus Legosteinen, den wir versuchen zu erklimmen, mit jedem Schritt nach oben auch einen Stein höher bauen. Wo liegt in diesem Prinzip also der Sinn?

Wahrscheinlich ist es eine unterbewusste angewöhnte Handlung. Hunger kommt beim Essen, sagt man. Wahrscheinlich ist das Leben wie ein großes Festmahl, das vor uns steht und uns verführt. Normaler Weise isst man etwas und ist dann satt. Man verspürt eine angenehme kurz anhaltende Befriedigung, die normaler Weise so lange halten würde, bis wir wieder Hunger bekommen. Als sei dieser Kreislauf an sich nicht fatal und sinnlos genug, essen wir aber allein deshalb weiter, weil die gedeckte Tafel so verlockend ist und wir nichts von ihr verpassen wollen. Wir nehmen zu und wachsen aus unseren Klamotten heraus und haben dann noch mehr Hunger, weil wir einerseits nun einen größeren Magen haben und andererseits auch mehr verbrennen.
Ohne erwähnen zu müssen, dass Diäten an dieser Stelle nicht der richtige Weg sind und daran erinnernd, dass das auf dieser verstrickten metaphorischen Ebene auch zu weit führen würde, meine ich ja bloß, dass wir vielleicht lernen müssen, an einem bestimmten Punkt zufrieden zu sein.
Wir Menschen versuchen, unseren eigenen Schatten zu fangen. Wir sind wie Esel, die der Karotte hinterherlaufen, die mit einem Stock und einer Schnur an unserem eigenen Kopf befestigt ist.

Mir wird klar, dass wir so lange nicht zufrieden sein können, wie wir nicht ein gewisses Maß an Genügsamkeit und Verzicht üben. Wertschätzung und Dankbarkeit für das, was wir bereits haben im Hier und Jetzt und nicht weit in der Zukunft, sollte an erster Stelle stehen. Der Moment, den wir gerade in just dieser Sekunde erleben, sollte doch wohl allein deshalb der wertvollste sein, weil er real ist und keine verräterisch schillernde Zukunft seiner selbst.

Wir stehen eine gute Stunde auf der dritten Treppenstufe und wollen ganz nach oben. Wir heben unseren Fuß doch verlieren das Gleichgewicht und fallen runter bis auf den Boden. Verzweifelt dort liegend sehnen wir uns nun danach, auf der dritten Treppenstufe zu stehen, auf der wir bereits eine ganze Stunde standen, ohne uns darüber zu freuen. Wir standen dort freudlos, weil wir weder nach unten geschaut haben, um zu sehen, was wir geschafft haben, noch in unsere Umgebung, um die Aussicht zu genießen sondern nach oben, unzufrieden, noch nicht angekommen zu sein. Wo wir stehen und womit wir zufrieden sind diesem Vergleich nach also vollkommen relativ und nicht relevant.
Wahrscheinlich geht es dem, der auf der dritten Stufe steht und happy ist, dass er schon so viel geschafft hat und jetzt die tolle Aussicht genießen kann, viel besser als dem, der den Gipfel zwar erreicht hat, darin aber keine Erfüllung findet, weil er bereits auf der Suche nach einem höheren Berg ist.

Wenn wir es so betrachten wird es eigentlich gleichgültig, auf welcher Stufe wir stehen, wie viel Geld wir besitzen, an welchen Orten wir waren oder was sonst wir erreicht oder nicht erreicht haben. Denn so lange wir nicht lernen, die Zufriedenheit im Moment und im Sein zu finden, werden wir kein Ziel je erreichen.

 

0

Projekt »Robuste Liebe« – Gestaltung ist Magie!

Wie das ein oder andere Mal angedeutet, hatte ich vor etwas weniger als einem Jahr jede Menge Projekte, die auf mich zuschossen. Da war meine Abschlussarbeit, von der ich euch demnächst auch noch mal etwas eingehender berichten werde, das Bock drauf Kreativblatt, der Auftrag für IWICE uuuund… die umfassende Gestaltung einer Silberhochzeit.

Einladungen, aus denen Blumen wachsen, Tischdeko, die sich in funkensprühende Flammen verwandelt und Gastgrüße, die in einem Magazin real werden – was mit einer kleinen Idee anfing, verwandelte eine Silberhochzeit in ein magisches Fest.

Aber erst mal alles auf Anfang. Das Thema Silberhochzeit war für mich zu erst etwas unhandlich und kitschig. Ich suchte nach Vergleichen und grübelte über Metaphern. Schließlich stellte ich fest, dass eine 25 Jahre andauernde Liebe am ehesten einer Pflanze gleichkommt, die von einem zarten Sprössling zu einem kräftigen Trieb herangewachsen ist und unter Umständen jede Menge durchmachen musste. Sie erträgt heiße Sommertage ebenso wie Witterung und hält vielleicht auch mal ein Gewitter oder einen Sturm aus. Ich beschloss, dass der Begriff »robust« diesen Zustand sehr gut einfängt.
25 Jahre Ehe sollen jedoch nicht nur das Ende einer 25-jährigen Ära sein, sondern auch der Anfang einer neuen. Eine Pflanze also, die neu erblüht und mit ganz neuer Energie in jede erdenkliche Richtung wachsen kann.

Ein weiteres Motiv kam mir beim Durchsehen alter Hochzeitsfotos: Die Dosen am Wagen, der das Brautpaar in die Flitterwochen trägt! Nicht nur, dass sie Glück bringen sollen, sie haben passender Weise auch noch die Farbe silber. In einer ebensolchen Dose erhielten die Gäste dann ihre Einladung. Sie öffneten die Dose mit der Dosenlasche, und zum Vorschein kam ein kleiner Erdbatzen und eine Stück Samenpapier mit aufgedruckter Einladung. Pflanzten sie nun einen Teil der Einladung in die Dose, wuchsen einige Tage später Wildblumen empor und ließen »eine Liebe neu erblühen«.

Das Dosen Thema wurde dann in der Tischdeko wieder aufgenommen. Diesmal bestand das Etikett der Dose allerdings aus Getränke- und Speisekarte. Vervollständigt wurde das Ganze durch Namensschildchen, die jeweils auf eine Wunderkerze aufgezogen waren, welche die Gäste zum Silberhochzeitstanz alle gemeinsam entzünden konnten!

Um dem Fest und vor allem den 25 vergangenen Jahren ein wenig mehr Nachhaltigkeit und Erinnerungswert zu verleihen, trug ich in Zusammenarbeit mit allen geladenen Gästen Fotos und Texte zusammen und erzählte dann in einem 90-seitigen Silberhochzeits-Magazin Anekdoten und Erlebnisse aus dem gemeinsamen Leben des Brautpaares – Titelstory: die Hochzeit vor 25 Jahren. Jedes Gastpaar sowie das Brautpaar bekamen ein Exemplar ausgehändigt.

Als Abschluss des Gesamtbildes und im Nachgang an die Feier entstand dann noch ein Bildband, in dem alle Eindrücke und Momente der Festlichkeiten verarbeitet wurden. Julia Ahrens stand mir dabei fotografisch treu zur Seite.

Alles in allem war es ein herzergreifendes Projekt! Ihr könnt euch das Ergebnis sowie Auszüge aus dem Magazin und dem Fotobuch gerne auf der Projektseite ansehen.

0

Auf den Spuren des Journeyman

Wer von uns kennt es nicht, ein Sehnen nach warmen Tagen, Andersartigkeit und Abenteuer: das Fernweh. Wer einmal im Ausland war oder Freunde hat, die von ihren spannenden Auslandsaufenthalten berichten, zieht es allerspätestens nach seinem Schul- oder Ausbildungsabschluss in die Ferne. Die Möglichkeit, fremde Länder, Kulturen und Menschen kennenzulernen, hat heutzutage jeder von uns. Fliegen ist günstig wie nie zu vor, Universitäten und Arbeitgeber unterstützen den interkulturellen Austausch und sprachliche Fähigkeiten sowie internationale Berufserfahrungen werden bei einer Bewerbung schon fast vorausgesetzt.

Die Zeiten sind also günstig, seinen Rucksack zu packen, den Alltag Alltag sein zu lassen und sich auf die Socken zu machen auf den Weg in sein ganz persönliches Abenteuer.
Einige von uns wagen den Schritt einfach: Machen sich auf den Weg und tauchen für ein paar Wochen ein in eine andere Welt. Zwischen offenen Menschen und ungesehenen Landschaften kann man selbst dabei ein ganz anderer Mensch sein, neue Seiten an sich entdecken, sich neuen Dingen öffnen und am Ende an den Erfahrungen der Fremde über sich hinauswachsen.

Ein schönes Beispiel beschreibt dabei Fabian Sixtus Körner in seinem Buch »Journeyman – 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs«, welches ich euch wärmstens empfehlen möchte. Es sollte in eurem Regal stehen, wenn ihr die Welt bereist oder gerne mal bereisen möchtet. Körner berichtet lebhaft und sehr kurzweilig von seinen Abenteuern, die er auf jedem unserer Kontinente erlebt hat. Als gelernter Innenarchitekt, Hobbyfotograf und selbsternannter Grafikdesigner fällt er dabei von einem aufregenden Job in den nächsten. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, muss ich euch sagen: Lest das Ding. Es geht einem schnell von der Hand, motiviert einen, seinen Rucksack in die Hand zu nehmen und ohne zu überlegen drauf los zu reisen und es inspiriert zu einer ganz neuen Freiheit der Lebensführung. Der Autor streut dabei kurze Fotostrecken der einzelnen Anekdoten sowie QR-Codes mit Links zu seinem Blog ein, auf dem man weitere Details lesen sowie Fotos und Videos bestaunen kann.

Als Kreative fühle ich mich von ihm besonders verstanden und angesprochen. Die Arbeiten und Auftraggeber, denen sich Körner stellt, machen mich neugierig auf die Welt dort draußen und heizen mich an, selbst meine Sachen zu packen und für internationale Kunden und Organisationen zu arbeiten. Hochmotiviert und voller Energie freue ich mich auf die Reisen, die da im Jahr 2016 noch kommen mögen und auf die Geschichten, die ICH euch dann erzählen kann!

Also hin zum Buchladen und rein in den Schmöker. Lasst euch mitreißen und stellt euer Leben auf den Kopf!

 

0

Gaby, Swantje und der Schinkengang

Es ist geschafft: Mein Buchcover ziert das kürzlich erschienene Buch »Schinkengang – Eine Spur im Sand« von Gaby von der Heydt! Nach reichlich anregender Konversation gelang es mir, die Erlebnisse, Emotionen und den gesundheitlichen Kampf der im Gospelchor vertretenen Autorin visuell und in einer freien Typografie-Fotografie-Kombination einzufangen.

Was der Schinkengang ist, wie sie ihn bestritten hat und wie sie mit ihm durch ihre schwere Leukämie-Erkrankung gegangen ist, erzählt Gaby von der Heydt auf knapp 400 Seiten. Zu kaufen gibt es das kurzweilig und humorvoll umgesetzte Werk auf der Seite von epubli. Und schließlich wird es hoffentlich schon bald in jeglichen Kieler Praxen ausliegen, um Gabys Intention zu erfüllen: anderen Patienten Mut, Kraft und Hoffnung zu geben.

Schaut euch das schöne Stück gerne noch einmal auf der Projektseite an!

 

0

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. #keksekeksekekse Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen